#53: Mit Anabela Campos-Neves über portugiesische Aromaküche und das Glück, im Restaurant keine Wahl zu haben

Shownotes

Eine lange Speisekarte gibt es nicht, dafür umso herzlichere Empfehlungen. Ein System, auf das sich die Gäste offenbar gerne einlassen. Die allermeisten sind Stammkunden. Am internationalen Frauentag, dem 8.März, wird das Lokal "volljährig" - die perfekte Gelegenheit für einen Blick zurück mit Genuss-Podcaster Clemens. Beim Verkosten ihrer letzten Flasche, einem Kopke Tawny Jahrgangsport aus dem Revolutionsjahr 1974 bekommen die beiden Gänsehaut! In dem Glas Süßwein werden Erinnerungen lebendig: Während ihre Eltern als "Gastarbeiter" bei Daimler in Stuttgart arbeiten, erlebt die 11jährige Anabela das friedliche Ende der Militärdiktatur und den demokratischen Aufbruch in ihrer Heimat hautnah mit. Denn sie wächst wie unzählige Migrantenkinder bei ihren portugiesischen Großeltern auf. Kaum volljährig zieht es auch sie nach Deutschland. In Stuttgart spielt sie Empfangsdame in einem Chinarestaurant und platziert im Kimono Promis wie Chansonette Margot Werner oder Jazzlegende Max Greger. Dann wird es ihr auch im Schwabenland zu eng. 1983 kommt sie nach Berlin, arbeitet sich von der Tellerwäscherin hoch zur gefragten (und ausgebildeten) Köchin, bevor 1998 ein Lokal in ihrer Wohnstraße eine Nachfolgerin sucht. Anabela erkennt und ergreift die Chance, ihre Lebensgefährtin Marion übernimmt den Service. Ein Gespräch über Freiheit und Spontaneität am Herd, das gewachsene Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und den Zukunftstraum von einem erfüllten Pendlerleben zwischen Berlin und Lissabon.

Anabelas Kitchen in Berlin: https://www.anabelas-kitchen.de/ Clemens bei Instagram:

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