#61: Mit Deutschlands ältester YouTube-Köchin Monika Fuchs (88) über die Lust am Gastgeben und Genießen im Alter
Shownotes
Wenn es um Genuss, die Freude am Gastgeben und am gemeinsamen Essen geht, ist die Hamburgerin Monika Fuchs eine absolute Expertin: Sie hat noch mit Anfang 60 ein Catering-Business aufgebaut und 16 Jahre lang die Talkshowgäste von Reinhold Beckmann verköstigt - von Elton John bis Sophia Loren. Sie lädt seit 10 Jahren einmal im Monat in ihr privates Wohnzimmer-Restaurant. Und ist auch mit 88 noch als YouTube-Köchin unterwegs. Und das alles in einer unvergleichlichen Mischung aus Humor, Selbstironie und Grandezza.
Im Gespräch mit Clemens erinnert sich Monika an früheste Genussfreuden (Himbeerbonbons und Kalbsnierenbraten). Und sie verrät, womit sie sich heute ihre Netflix-Abende versüßt (marktfrisches Gemüse aller Art, Pilze und Austern). Dazu kredenzt sie Clemens ein Schlückchen aus ihrer letzten Flasche selbst aufgesetztem "Schlehenfeuer". Und erzählt, warum daran mehrere lebenslänglich verurteilte Schwerverbrecher beteiligt waren. Was eine gute Gastgeberin ausmacht? Was es mit ihrem jüngsten Baby "OmaLiebe" auf sich hat? Und welcher Küchenspruch einmal auf ihrem Grabstein stehen wird? Hört einfach selbst!
Transkript anzeigen
00:00:02: Vonut mit Clemens Hoffmann.
00:00:14: Hallo und herzlich willkommen, schön dass ihr wieder rein hört!
00:00:16: Für diese Folge von Die Letzte Flasche bin ich mal wieder im schönen Hamburg.
00:00:21: Mein heutiger Gast wurde in Hannover geboren, das heißt sie konnte in diesem Jahr einen beeindruckenden Schnapszahlgeburtstag feiern.
00:00:31: Welchen könnt ihr euch selber ausrechnen?
00:00:33: Es ist die ehemalige Catering-Unternehmerin, passionierte Gastgeberin und vermutlich älteste kochende YouTuberin Deutschlands Monika Fuchs.
00:00:42: Monika wuchs in einer großbürgerlichen Familie in Hannover auf.
00:00:46: Mit achtzehn haute sie aber dann nach Amerika ab, lebte später unter anderem in Neuseeland und auf den Philippinen bevor sie nach Deutschland zurückkehrte erst in den Schwarzwald und schließlich nach Hamburg.
00:00:58: um ihre Familie zu ernähren arbeitete sie in sehr unterschiedlichen Berufen etwa als Schneiderin, als Model Verkäuferin, Als Autorin von Groschenromanen und zeitweise auch als Journalistin.
00:01:09: Für dieses Gespräch haben wir beide einen langen Anlauf genommen.
00:01:12: Es hat zwei Jahre gedauert bis es endlich so weit war, dass ich jetzt sagen kann herzlich willkommen liebe Monika und vielen Dank auch für die Einladung zu dir nach Hause an dein Estisch hier im Wohnzimmer in Hamburg Harveste Hude wo wir beide heute aufnehmen.
00:01:26: Vielen Dank das ich kommen durfte.
00:01:28: Ja auf dem Weg zu dir bin ich an Marktständen vorbeigekommen.
00:01:31: du hast ein Wochenmarkt direkt vor der Haustür unter dem Viaduct der U-Bahn.
00:01:35: wie toll ist das denn?
00:01:36: Es ist mitteltoll.
00:01:38: Warum?
00:01:39: Weil wir müssen unsere Autos alle hier von der Straße entfernen, damit in der Mitte unter dem Viaduct dieser Markt stattfinden kann.
00:01:49: Ich glaube es ist der längste Markt Europas.
00:01:50: also ihr könnt euch vorstellen wie viele Autos verschwinden müssen und wohin bitte?
00:01:55: Aber du fährst noch Auto mit eighty-eight?
00:01:57: Ja.
00:01:57: Wirklich?
00:01:59: Natürlich!
00:02:00: Ja weiß ich ja nicht.
00:02:01: Kochete auch noch mit eighty eight?
00:02:03: Ja
00:02:04: aber gehst Du da noch regelmäßig einkaufen wollte ich eigentlich wissen.
00:02:08: Also wenn ich Katering mache oder so, dann ist mir das ehrlich gesagt zu teuer.
00:02:11: Dann gehe ich lieber mal irgendwo anders und aber privat für mich... Ich habe natürlich meinen Kräuterhöker um meinen Fleischer da hinten und mein Natürlich-Gerichtern und ich wohne seit vierzig Jahren.
00:02:22: wir kennen uns.
00:02:24: Wir werden hier die Händler und ich werde gemeinsam älter.
00:02:27: Die Händlers sind auch Stammhändler sozusagen?
00:02:29: Alle Stamm-Händler!
00:02:31: Du hast ja vier leibliche Kinder viele Enkelkinder, aber du lebst hier allein.
00:02:37: Na ja, die Kinder sind jetzt schon wieder Eltern von Kindern.
00:02:41: Ja und kochst du dann gerne für eine Person?
00:02:44: Für dich?
00:02:45: oder mümmelst Du auch Butterbrot oder hauptsächlich Butterbrote unter der Woche?
00:02:49: Nein ich bin sehr lieb zu mir, ich koche mir... Ich mache kein Frühstück, ich mach keinen Abendessen.
00:02:55: Ich habe so eine Milchcafé-Schale kennt ihr, so eine mittlere Russschale Und diese Schale koche ich mir immer voll mit irgendetwas sehr exquisiten.
00:03:06: Da gebe ich mir sehr viel Mühe.
00:03:08: Das ist das Maß, was ich jeden Tag esse.
00:03:10: Das habe ich mich selber so aufoktroiert und das gefällt mir sehr gut.
00:03:14: aber da kommen Leckerlist rein.
00:03:16: Ich kann euch sagen... Machen
00:03:17: wir Beispiel!
00:03:18: Was gab es zuletzt?
00:03:20: Also wunderbare Lachsachen.
00:03:23: Ich liebe Pilze, da kommt manchmal nur so ein Pilskragu.
00:03:26: Ja gerade ist ja viel verlängst seit hat schon
00:03:28: angefangen.
00:03:28: Und dann natürlich das mit dem Spargel alles.
00:03:30: und also da achte ich auch nicht so auf den Preis.
00:03:33: Es muss einfach richtig sahne Qualität sein und mehr kriege ich ja nicht.
00:03:38: Ich krieg ja nur diese Schale voll!
00:03:39: Und wann gibt's die mittags?
00:03:42: Je nachdem, wie ich mich fühle.
00:03:44: So um zwei und drei, um vier, um eins... Also das ist unterschiedlich!
00:03:47: Das ist deine eine Mahlzeit die du einnimmst?
00:03:52: Das ist meine einzige Mahlzahl am Tag.
00:03:57: Und wenn du da um acht nochmal Hunger hast
00:03:59: abends?
00:03:59: Dann nehme ich einen Daumensteck in den Mund und gucke ergeben zum Himmel.
00:04:06: Wie viel Aufwand betreibst Du dann beim Alleinenessen?
00:04:09: Die Sachen sind schon exquisit, die es gibt.
00:04:11: Ist du dann auch im Esszimmer oder direkt in der Küche?
00:04:14: Oder wie machst du das, deckst du dir ein.
00:04:16: Hast du eine Tischdecke auf dem Tisch?
00:04:18: Das ist ne verdammt indiskrete Frage!
00:04:20: Du stichst jetzt gerade in meine schlimmsten Momente.
00:04:23: Nein vor meinem Computer und ich gucke Computer also Glotzer, also Netflix oder irgend sowas... Und es kommt noch schlimmer damit du richtig weißt wen du vorher hast hier.
00:04:33: Ich habe einen Küchenhandtuch um.
00:04:35: Als letztes ja brauche ich auch immer sagt meine tochter zu mir, weil ich mich eigentlich immer ein Klecker mit allem.
00:04:42: Ich saue mich immer ein mit diesen Leckerlis und dann wird aber ist separiert sich erst das richtig schön mit Messer und Gabel und Serviette und allem und so.
00:04:50: Aber ich habe einen Küchenantrum.
00:04:53: Ich muss jetzt selber über mich lachen was komisch ist und ich gucke dazu irgendwas hundert Jahre Einsamkeit oder irgendein schön Netflix-Film.
00:05:01: Okay, aber nicht so.
00:05:02: Kochserien gibt's ja auch auf Netflix?
00:05:04: Nein, wenn ich
00:05:04: die gucke, dann
00:05:08: denke ich immer, ich kann gar nicht kochen.
00:05:10: Das vertief mir gleich weiter, aber jetzt kommt schon der Moment an dem wir etwas ins Glas bekommen müssen.
00:05:16: bei den letzten Flaschen da bringen die Gäste ja die Getränke mit eine letzte Flasche.
00:05:21: etwas Besonderes hinter dem im Moment oder vielleicht auch eine Haltung steht Auf jeden Fall eine spannende Geschichte.
00:05:27: Ich bin Feuer und Flamme zu hören, was du ausgesucht hast!
00:05:30: Also das ist eine etwas obskure Geschichte aber eine wahre Geschichte dafür... Was ich hier in der Hand habe es einen Schlehenfeuer.
00:05:39: Schleen sind ja so Beeren die du nicht so essen kannst, aber du kannst verwerten, du kannst den aufgesetzt machen, schnappst im Lecker, was auch immer.
00:05:47: So und ich habe hier in Hamburg im Gefängnis fünf Jahre lang so Seelsorge gemacht wenn du sie willst.
00:05:55: also mit dem knackig sag jetzt mal mit den inhaftierten und zwar war ich in dem block wo die ganz ganz ganz schlimm sitzen, die nie wieder rauskommt.
00:06:07: Die S-Fowler heißt Sicherheitsverwahrung das heißt du kommst da nie mehr raus.
00:06:13: also das war auch wenn du deine strafe abgesetzt hast du kommste nie mehr heraus.
00:06:16: also das sind die die ganz traurigen fälle also die verbringen ihr Leben ein bisschen sterben sozusagen.
00:06:24: Da war ich.
00:06:26: Um mit denen zu sprechen, oder was hast du damit gemacht?
00:06:29: Um
00:06:29: sie zu erfreuen wenn es so wird um ihn zuzuhören.
00:06:31: Um sie mal mehr Händchen zu halten.
00:06:33: Mit ihnen auch einmal umarmen Mal heimlichem Brief rausschmuggeln Hört ihr bitte die ganze Justiz zu?
00:06:44: Mal das zum Beispiel denn die Briefe wurden hier alle kontrolliert.
00:06:47: Es ist jetzt egal wann ich festgenommen werde.
00:06:50: Wann war das denn ungefähr?
00:06:51: Ich lasse maßen mich das beste Brot!
00:06:52: Ich habe doch gar nichts dagegen aber hinzugehen Das ist vor etlichen Jahren.
00:06:58: Da war ich immer fünf Jahre, das ist ja eine sehr lange Zeit und die hatten ein sehr großes Vertrauen zu mir.
00:07:03: Ich hatte dann meine Speziale und auch die Leitung hatte Vertrauen für mich.
00:07:09: Und dann gab es dort eine Stelle wo eine Schlehen, eine Wand mit Schlähen waren.
00:07:16: Schwierig zu finden, speziell wenn in der Stadt wir uns.
00:07:19: Und hinter diesen schlägen, gebüschten, stacheliges, struppiges hartes Gebüsch und ganz kleine blaue Beeren und die werden dann auch.
00:07:28: da muss auch mal der Frost drüber und so also zu einer unüblen Jahreszeit.
00:07:33: Da hinten ist Elektrosität.
00:07:37: sind ja umgeben von Elektro-Zäunen und so was.
00:07:40: Das war quasi direkt am Gefängnis an der Mauer oder am Zaun, sozusagen?
00:07:44: Das war ein
00:07:45: einem Zaun.
00:07:46: War dieses ganze Gebüsch.
00:07:49: Und ich habe immer gesagt Mensch diese Schläden, die hätte ich gerne... Da kannst du aber die nicht flücken weil die werden in die Elektrosität geraten.
00:07:57: Was dann passiert ist es natürlich etwas Extrem Ungewöhnliches und ich glaube nicht dass das hier vorher oder nachher jemals passiert ist.
00:08:08: Die Gefängnisaufsicht, wer immer Direktor was auch immer mit genehmigt hat die Elektrizität ausgestellt.
00:08:15: Ach so zum Ernten haben wir mal ausgemacht?
00:08:17: Und die Jungs haben mir dieses Schlägen geerntet.
00:08:19: damit waren sie ja mit einem Fuß draußen.
00:08:22: auf der anderen Seite war er schon draußen und auf der Seite wo ich stand im Hof also vor diesen war noch drin Und sie mussten ja an dieses Gebüsch steigen und sie haben es von draußen.
00:08:33: Und von drinnen, da haben Sie die ganze Büsche leer geflickt!
00:08:36: Und das ist natürlich... Da hätte jeder abhauen können.
00:08:41: Die wären weg gewesen.
00:08:42: Die hätten's geschafft.
00:08:44: Wir reden ja von denen, die ihr Leben lang dort sind.
00:08:49: Es finde ich so eine wahnsinnige Geschichte.
00:08:52: Und du hast die Bären, dann wie viel war das?
00:08:53: Ein Eimer und ein Tütchen.
00:08:55: Nein,
00:08:55: das war ganz viel.
00:08:56: Das war ja so eine ganze Schlehenwand.
00:08:59: Aber wieviel gibt es da?
00:09:00: einen Zehn Liter Eimer oder wieviele...?
00:09:03: Ich weiß auch nicht mehr, weil wir schlenen vorher... ich hab aufgesetzt gemacht und zwar ist das dann so mit Kandies und dann musst du das in die Fensterbank stellen und dann muss die Sonne drauf scheinen und dann ist es ja Winter.
00:09:15: also Schlänen brauchen ja auch kälte vorher.
00:09:18: aber ich finde diese Geschichte so wahnsinnig.
00:09:21: Keiner hat irgendwas falsch gemacht.
00:09:23: Keiner ist abgehauen.
00:09:25: Keine hat versucht absaugen?
00:09:26: Gefängnisleitung, das erlaubt hat... Aber ich meine, ich war da immerhin fünf Jahre.
00:09:30: Also man kannte mich und ich kannte die.
00:09:33: Das hast du aber nur einmal gemacht, eine Saison!
00:09:36: Ja ja.
00:09:39: Und wie viele Flaschen sind daraus gekommen?
00:09:41: Weißt Du das noch ungefähr?
00:09:42: Aber das scheint die Letzte zu sein.
00:09:44: Das ist hier die allerletzte und zwar nur noch halb voll.
00:09:48: Umso mehr fühle ich mich geehrt dass ich den mal probieren darf.
00:09:50: jetzt Darf ich mal einschicken?
00:09:52: Oder soll ich einschenken, willst du einschenkeln.
00:09:53: Aber
00:09:54: trink vorsichtig nicht!
00:09:55: Das Zeug ist potenz, sag' ich dir...
00:09:57: Was ist denn die Alkohol-Basis davon eigentlich?
00:09:59: Ist das rum oder...?
00:10:01: Der
00:10:01: kannst Du nehmen was Du willst.
00:10:03: Was hast Du genommen?
00:10:04: Korn.
00:10:05: Schlichter billiger und billigster Supermarktkorn.
00:10:09: Irgendeine Sorte.
00:10:11: Also ich probiere ihn mal.
00:10:12: Er hat so eine... Sieht eigentlich aus wie ein Rosé.
00:10:15: So aussieht Frankreich ja ganz harmlos eigentlich ne?
00:10:22: Jetzt mal kommt ne ordentliche Süße, so eine Frucht-Süße.
00:10:27: Ich habe braunen Kandis genommen.
00:10:28: deswegen ist das so bräunlich.
00:10:30: Du kannst aber auf Weißen nehmen.
00:10:32: Ja und dann... Aber auch sowas Zitrusartiges.
00:10:37: Das kommt aber nur von der Frucht?
00:10:38: Ja
00:10:38: von der frucht.
00:10:39: Wie findest
00:10:39: du das?
00:10:40: Schön!
00:10:40: Ist das nicht genial?
00:10:41: Ist
00:10:41: gut.
00:10:42: Und jetzt im Nachklang kommt dann auch der Alkohol.
00:10:46: Wärmt schön die Kehle wieder hoch.
00:10:48: Ganz
00:10:48: schön viel Alkot.
00:10:51: Das ist richtig...
00:10:53: Und den schenkst du jetzt nur noch zu besonderen Gelegenheiten aus.
00:10:56: Na ja, das ist jetzt hier was du hier siehst?
00:10:58: Es ist ja ein knapp ne halbe Flasche, was du vor dir siehst und mehr is nicht mehr!
00:11:04: Du hattest mir auch geschrieben als ich dich gefragt habe machen wir dem Podcast und hast eine Flashe von Wein verstehe ich nix.
00:11:11: Hast du so sehr plakativ dahin geschrieben?
00:11:15: aber da hab' ich gedacht okay die will kein Wein aufmachen es heißt er aber nicht automatisch Wein trink ich nicht.
00:11:21: Wie ist es?
00:11:22: Magst du kein Wein oder trinkst du ihn gerne, aber du magst nicht das Getue um den Wein herum.
00:11:27: Nein, das stimmt alles nicht und vorne nicht.
00:11:31: Und zwar ich bin... Ich war mit einem Süddeutschen, mit einem Schwarzwälder verheiratet.
00:11:38: und denkt man nicht dass der ohne Alkohol des Leben geht?
00:11:42: unter unbes Wunderbaren Weingüter also.
00:11:45: Und die Obstbrenner nicht zu vergessen im Schwarzwald.
00:11:48: Die kleinen Obster.
00:11:50: Also mein Mann hat jeden Gast her, jeden der dieses Hausbetracht dazu gezwungen einen Obster zu trinken.
00:11:56: Seine Obstersammlung habe ich noch dahinten und das lasse ich mir auch immer so wiederzuschicken.
00:12:02: also ich hab alle Sorten Obst am Haus, immer!
00:12:05: Das gehört einfach dazu.
00:12:07: für meinen Mann war es eine kulturelle gastronomische Sünde wenn man jetzt zum Beispiel Landsche aß, also Mittagessen aß und sei es noch so schlicht ein Schinkenbrot oder so, wenn dann nicht ein Glas Wein dazu.
00:12:20: Und dazu hatten wir immer einen Guteedl.
00:12:23: Und diesen Gute edel haben wir uns aus den Laufen schicken lassen.
00:12:27: Das war unser Weingutgüntelt.
00:12:30: Ich sage es mal voll richtig lieb, denn dann habe ich ihn geheiratet.
00:12:34: Seit wann lassen wir uns das Schinken?
00:12:36: Nein!
00:12:36: Wir sind da dreiundseipzig wieder in Deutschland.
00:12:39: Seid dreieunzeipzig und wir haben jetzt sechsundzwanzig.
00:12:43: Lass ich mir immer von Wein gut gündert auslaufen, diesen Gutesel schicken.
00:12:48: Mhm,
00:12:49: dreienfünfzig Jahre lang!
00:12:51: Ja und der ist immer bei mir im Kühlschrank, immer offene Flasche, immer... das ist eine Liter Flashe.
00:12:57: Leider hat er jetzt aufgegeben aber hier habe ich jetzt Dörfler in der Nähe ein anderes Feingut Es gehört bei uns dazu.
00:13:05: Also Gut Edel kommt immer mit auf den Tisch?
00:13:07: Gut
00:13:08: edel.
00:13:10: Wir haben andere Sorten im Hause gehabt.
00:13:12: Immer natürlich mit meinem Mann sowieso schon und Rotwein und so, aber dieser Gut edel das war wie andere Leute mit einer Reihwasserkiste.
00:13:20: Ist es wirklich
00:13:22: so?
00:13:22: Ja ja kann man ja auch gut trinken.
00:13:24: also ist ein Wein der
00:13:25: unprätenziös, unproblematisch ist.
00:13:30: Trinkfreudig
00:13:30: nicht
00:13:31: zu trocken.
00:13:32: er ist nicht zu... wir hatten einen richtig richtig guten Und halb
00:13:37: trocken oder trocken?
00:13:38: Nein, richtig trocken.
00:13:40: Richtig nicht halb
00:13:40: Trocken!
00:13:41: Aber er fällt ja jedes Jahr ein bisschen anders aus, ne?
00:13:44: Also mal ist er so ein bisschen lieblicher Mal und das andere alles zum Beispiel Essen mit Weinbegleitung.
00:13:52: Dadurch dass ich nicht so'n Weinfan bin Ist das für mich immer mühsam
00:13:59: So eine Weinbegleitung mitzumachen,
00:14:01: meinst du?
00:14:01: Ja.
00:14:01: Ich finde das immer ganz herrlich und ich höre mal ganz gespannt zu, wenn gesagt wird schmänkt samtig nach Katzenfötchen und Wärterschwänzchen und es hat eine Brombeernote und ist auch noch etwas Untergrundartiges.
00:14:14: Ich find das herrliche diese Beschreibung!
00:14:16: Und jetzt stelle ich mir mit meinem Strafstellergehörn das immer alles so vor, ne?
00:14:20: Ich glaube schon krieg' ich die glasige Augen.
00:14:24: Also, aber insofern habe ich schon recht.
00:14:26: Wenn ich sage du magst nicht so gerne das Getue darum oder findest es getue da drum ein bisschen?
00:14:30: Nein, es hat seinen Sinn wenn du bei Feinde einig machst.
00:14:34: Hat das absolut seinen Sinn und ich finde das können was diese Menschen haben die das nun so vortragen sollen sammelt würdchenartig.
00:14:41: Das ist ja ein Riesenwissen, man muss ja irrsinnig viel wisseln.
00:14:45: Und was ja schon stimmt?
00:14:46: Dass manche Weine zu essen besser passen und andere nicht so gut oder für manche Gerichte auch Weine zerstören können gerade mit viel Säure und so.
00:14:55: Du
00:14:55: musst ein profindes Wissen haben um dieses... und wenn du eben dieses Feindeining hast mit diesen vielen Gängen und so das ist schon... da steckt richtig ein dickes Wißen dahinter.
00:15:04: Was ich sehr achte!
00:15:05: Ich wüsste das überhaupt nicht bei uns war es schlicht Messer, Gabel, Teller.
00:15:10: Gute Elbette, großes Glas bitte.
00:15:12: Nicht so Kleines!
00:15:13: Du bist ja mit deinen achtundachtzig Jahren meine bisher älteste Podcast-Gesprächspartnerin.
00:15:19: Ich dachte mir, mit wem wenn nicht mit dir könnte ich darüber reden wie sich Genuss in verschiedenen Lebensphasen anfühlt und was sich mit den Jahren verändert?
00:15:28: Und deshalb wollte ich dich mal zu Beginn nach so deinen frühesten kulinarischen Genüssen fragen und dir ein Beispiel geben.
00:15:34: Meine Mutter die Kriegsjahrgang neun dreißig war hat mir oft von ihren seltenen Schokoladenglück in der frühen Nachrichtzeit erzählt, wie sie sich mit ihren beiden Geschwistern dann eine Tafel geteilt hat.
00:15:46: Jeder zwei Schokoribchen für jeden bekommen hat und wie sie da so jede Stückchen eins zu langsam im Mund herzugehen lassen und sich das aufgeteilt hatte bis nichts mehr davon übrig war also zwei Wochen teilweise an diesen zwei Ribchen gegessen hat.
00:16:01: An welche Genüsse aus deiner Kindheit erinnerst du dich noch?
00:16:04: Also das kenne ich natürlich auch, was du da beschreibst.
00:16:07: Die Schokoladeaufteil?
00:16:09: Natürlich!
00:16:09: Wir waren fünf Kinder und dann kamen diese eine... die sind ja immer so ein bisschen klein, diese aus England kommen einen Cadbury.
00:16:15: Weißt du, das waren so die ersten, die wir hatten.
00:16:18: Und die sind noch kleiner.
00:16:22: Noch weniger Rippchen.
00:16:24: Und dann fünf Kinder.
00:16:25: Nein, das weiß ich genau.
00:16:26: Einen ersten Bonbon auch.
00:16:28: Das war ein Himba-Bonbon geformt wie ne Himbeere.
00:16:30: Das hat purer Zucker zusammengeklatscht.
00:16:35: Ich erinnere mich, das war nichts Süßes.
00:16:38: Ich kann mich aus irgendeinem merkwürdigen Grund erinnern und kann es mir eigentlich nicht erklären ob das wirklich auch stimmt aber es ist so.
00:16:45: Kalbs-Nierenbraten.
00:16:48: Aber woher bitte kamen in diesen schlechten Zeiten ein Kalbs Nierenbratten?
00:16:54: Aber dieser Kalbs... ich weiß es ganz genau, dieser Kalb's Nieren Braten Und da war ja nierenfett um diese... Da gibt´s heute gar nicht mehr zu kaufen.
00:17:04: Und dann diese Kalbsbraten-Römung und da so eine Soße zu.
00:17:09: Ich kann es mir leider nicht aufklären, wie ... sowas wird das.
00:17:15: Sowas im Anlass oder so?
00:17:16: Nein,
00:17:16: das weiß ich nicht.
00:17:18: Und ansonsten war's natürlich dieses übliche Spaghetti mit Tomatenmark.
00:17:24: Auch schon als Kind gerne gegessen.
00:17:27: Ja!
00:17:28: Das hab' ich gern gegessen und ansonstend war Hunger angesagt.
00:17:30: also da gibt´s gar nichts Mehlenswertes was... Ich weiß eins.
00:17:36: Es gab manchmal Sonntags, als es noch einigermaßen Essen gab... Manchmal Sonntag gab es einen Huhn.
00:17:43: Diese Geschichte ist gut!
00:17:44: Gab es einen Hohen?
00:17:46: Das war wahrscheinlich Magere Gockel und wir waren ja fünf Kinder, zwei Hausmädchen, Vater oder Mutter.
00:17:54: Neun Leute.
00:17:56: Jeder kriegte einen Stückchen.
00:18:00: Meine Schwester, die du gerade kennengelernt hast, kriegt das Gerippe.
00:18:04: Die liebte dieses Pulen.
00:18:06: Die war wirklich nur mit dem gerippt.
00:18:08: Ja,
00:18:08: Pulthähnchen würde man heute sagen.
00:18:11: Pultähnchin hat die gegessen!
00:18:13: Aus einem schön lang gekochten
00:18:15: Hühnchen rausgepult und ich habe immer den Hals gekriegt.
00:18:18: Und da hab' ich diese Speisere und das alles rausgesaugt und fantastisch
00:18:24: gekostet.
00:18:25: Mein ältester Bruder wollte nur Brust gelangverlässt vom Mond.
00:18:30: Trocken?
00:18:31: Ja, trocken und so... Und so hatte jeder seine Prioritäten.
00:18:34: Aber ich war es noch Hals und meine Schwester das Gerüst, das Gerippe.
00:18:39: Dein Vater war ja Ingenieur in der Zuckerindustrie.
00:18:41: Du bist in einem großbürgerlichen Haushalt aufgewachsen mit ... Hast du eben schon gesagt?
00:18:44: Mit Hausmädchen, mit Köchin, Schuför gab's wahrscheinlich auch.
00:18:47: Ja!
00:18:48: Aber du hast am liebsten unterm Tisch gegessen?
00:18:51: Naja, das kann man so nicht sagen.
00:18:53: Das war als Kleinkind.
00:18:55: Ah okay...
00:18:55: Als KleinkIND.
00:18:56: und als ich nach diesen wunderbaren Methoden wie die deutsche Mutter ihr Kind erzieht bestraft wurde, dann wurde ich ihm genommen auf ein Tisch gesetzt im Kinderzimmer rollen runter Tür zugeschlossen und dann saß sie auf dem Tisch.
00:19:09: Da konnte ich mich ausmehren.
00:19:11: Und konntest auch nicht runter?
00:19:12: Nein, aber
00:19:13: ich fand das herrlich, da hatte ich endlich meine Ruhe!
00:19:16: Mich hat es überhaupt nicht gestrafft.
00:19:20: Also wir waren ja beim Genuss früher... Was bedeutet dir Genuss heute?
00:19:24: was ist für dich heute Genuss im kulinarischen Sinne?
00:19:27: Da hat sich viel gewandelt, wenn ich das jetzt mal so über diese Jahre sehe.
00:19:31: Ich habe immer sehr gerne Fleisch gegessen, nicht durchgehend aber viele Jahr lang Fisch und immer Krustentiere waren wahnsinnig gern.
00:19:41: Wir waren ja Gott sei Dank in so privilegierten Ländern wo man die also zur Hauf aß von Langusten bis sonst was.
00:19:49: Das war für uns kein Luxus weil es eben da das Essen war.
00:19:52: Und dann hat sich das gewandt.
00:19:57: Triggert mich jetzt gar nicht mehr.
00:20:00: Seit wann ungefähr?
00:20:04: Fünf Jahr, vielleicht seitdem ich dreiundachtzig oder wenig.
00:20:09: Was mich jetzt richtig ... Wo mir die leftsten Tropfen, wenn es zu sehen wird, ist ein schönes Bild, ne?
00:20:16: Wenn ich hier rechts und links einen Tropfen habe... Das ist, wenn ich so Gemüse angucke.
00:20:22: Wenn ich auf dem Markt zum Berggrüne Boden sehe, dann könnte ich surbern!
00:20:26: Dann könnte ich wirklich von mich hin sabbern und dann noch Bohnenkraut dazu.
00:20:30: oder wenn ich diese ganzen vielen Pilze, die es gibt.
00:20:34: Ich liebe ja Pilze so.
00:20:35: Oder diese ganze Gemüsesauce und Kräuter-Kräuter.
00:20:39: Ich könnte im Kreis tanzen, wenn ich sie sehe und daraus mir was zu machen.
00:20:45: das macht mich wahnsinnig an!
00:20:46: Und das Fleisch?
00:20:47: Nein, hin und wieder Fisch.
00:20:50: Aber
00:20:51: der Fisch ist mir auch schon nicht mehr so angenehm.
00:20:54: Ich denke immer leider an unsere Meere
00:20:56: Ja, und da
00:20:57: habe ich ein bisschen Angst.
00:20:58: Und ich hab gerade auch noch mal gelesen dass die Fischstäbchenindustrie ja verhindert hat das wir die Russen sanktionieren weil wir für die Fischtäbchen ganz viel Selax aus den russischen Gewässern bekommen also in russischem Teil des Pazifik und so, ne?
00:21:14: Also da vergeht es einmal auch schon ein bisschen der Bild.
00:21:17: Ist
00:21:17: nicht
00:21:17: wahr!
00:21:18: Ja, nur stand in der Zeit ein langer Artikel.
00:21:21: Du aber ich war neulich am Nordpol oben Und hast du schon mal Walfisch gesehen?
00:21:30: Gesehen oder gegessen?
00:21:32: Ja, gegessen
00:21:32: und worden.
00:21:34: Das möchtest du nicht essen.
00:21:36: Walfesht sieht aus wie blutiges Fleisch.
00:21:39: Ein Riesenklopper...
00:21:42: Batzen!
00:21:44: Du möcht es nicht reinbeißen.
00:21:46: Aber du hast reingebissen?
00:21:47: Nein.
00:21:48: Du möchst es nicht.
00:21:50: Du willst das nicht.
00:21:51: Es grausst dich.
00:21:52: Es gruselt dich.
00:21:54: Also du bist ... beim Gemüse angekommen und kannst den viel abgewöhnen.
00:21:58: Und ich sage immer wieder in meiner Umwelt, wenn ich gefragt werde... Nein!
00:22:02: Ich bin nicht Vegetarier.
00:22:04: Ich bin auch nicht Pesketaria.
00:22:07: Ganz normal.
00:22:08: Ich esse alles.
00:22:08: Du bist Genuss-Vegetarier höchstens?
00:22:11: Ja und ich höre immer auf meinen Körper.
00:22:14: Ich ess auch jeden Tag das was mein Body mehr sagt.
00:22:17: Wenn ich heute Morgen jetzt sage ich manchmal etwas Sauros haben oder ich möchte mal so oder so dann gehe ich und hole mir das.
00:22:25: Du hast ja ein extrem bewegtes Leben hinter dir, viele Höhen und Tiefen erlebt.
00:22:30: Wer solche Geschichten liebt dem empfehle ich auf jeden Fall deine Biografie den Faden halten.
00:22:34: Ich habe das wirklich wie einen Roman verschlungen und bewundert es wirklich mit was für eine extrem positiven Lebenseinstellung du im Grunde daraus gekommen bist aus diesem viel bewegten Leben.
00:22:47: aber vielleicht ist es auch das was ein rettet.
00:22:53: habe ich auch schon eben erwähnt ja eine Schneiderlehrer und ne Manneker Ausbildung.
00:22:57: Du hast eine Zeit lang als Journalistin gearbeitet unter dem grandiosen Pseudonym Violetta Sanborn, ein Liebesromane, Heftromane geschrieben.
00:23:07: also ich raffe das jetzt ein bisschen, da steht ausführlich alles in diesem Buch.
00:23:10: wir wollen ja ein bisschen über Genuss reden und deshalb komme ich jetzt auf die Frage Kochen hast du aber nicht gelernt bei deinen ganzen vielen Berufen oder?
00:23:18: Nein, da war ich sechszig ungefähr.
00:23:24: Und zu dem Zeitpunkt war ich Redakteurin.
00:23:27: Aber jetzt sag ich mal vorher hattest du ja schon diese Kinder, deren Freunde.
00:23:31: Deine Pflegekinder später auch die vielen Enkel.
00:23:33: Die musstest ihr ja auch irgendwie bekochen ohne es zu
00:23:35: können?
00:23:35: Ja also wenn du so viele Kinder hast im Haus und so viel Teenager und die haben alle Hunger und das sind keine ausgereiften Gourmets.
00:23:44: Das muss Menge sein dann geht's um Menge und dann gehts um Futterneid und Menge.
00:23:48: Da richten sich deine Fantasien um Spaghetti mit Tomatensuppe, Spaghetti und Stings.
00:23:53: Oder Linsesuppe oder Erbsensuppee oder Bohnsuppe was auch immer.
00:23:57: Da kochst du nach Menge und nach... Was kostet das?
00:24:01: Aber wann war der Punkt wo dieses Kochen so vom Müssen zum Wollen für dich geworden ist?
00:24:07: Wann hat es mit der Liebe zum Kochen begonnen?
00:24:09: Das sage ich dir gleich!
00:24:10: Ich muss allerdings im Vorwerte sagen, mein Mann ist Gastronomie.
00:24:13: Und
00:24:14: mein Mann war der feinste, vorsichtigste, empfindlichste, den ich kenne diesbezüglich.
00:24:20: aber ich habe nie von ihm Kochen gelernt.
00:24:24: Aber ich habe von ihm gelernt wie es schmecken soll Und als die ganzen Jahre im Ausland, wie immer ich ihn besucht habe.
00:24:30: Ich habe nur gelernt, wie es schmecken soll – nicht das Kochen!
00:24:34: Der war im Grunde ein Food and Beverage Manager und hat große Hotels hochgezogen wenn sie aufgemacht haben von der Essensseite her begleitet in der ganzen Welt.
00:24:44: Die Gastronomie aufgesetzt oder auf die Schiene gesetzt.
00:24:47: ist das richtig lief?
00:24:49: Richtig!
00:24:51: Der hat aber natürlich eine echte Kochlehre hinter sich, der war das ausgebildeter Koch gewesen und hatte das ganze Know-How.
00:24:57: Und er hat
00:24:58: also nach oben seine andere Schiene gearbeitet?
00:25:01: Genau!
00:25:03: Mit dem Kochen war es so, ich war Redakteurin in diesem Büro die schönsten Stunden am Tag.
00:25:08: Was für ne Zeitung war das?
00:25:10: Das
00:25:10: war eine Fachzeitschrift, da bin ich bewusst hingegangen bei einem Sachsenpfiff.
00:25:14: Bei Fachzeitschriften kannst du alt werden als Bau.
00:25:18: Gehst du in deine Publikum-Zeitschrift wie die allen Bellatina Pfarrer?
00:25:22: Ja,
00:25:22: Brigitte!
00:25:23: Bist Du mit reißigem Steinalt.
00:25:26: Aber bei einer Fachzeitschrift kannst Du wirklich auch bis sieben, sechzig oder fünfundsechzig arbeiten und da habe ich das ganz bewusst gemacht.
00:25:33: aber ich saß eben immer da und hatte einen strengen Chef morgens Thema abends fertig so.
00:25:41: Und dann roch das so gut.
00:25:42: und dann bin ich raus auf die Straße.
00:25:44: Dann war da ein Cateringwagen, Food Truck nennt man es heutzutage.
00:25:49: Da fing mein neues Leben an.
00:25:51: Da stand eine schicke Frau.
00:25:56: Und die kochte was gar köstlich.
00:25:57: Es war nämlich gerade das Grambis mit Knoblauch, excuse me!
00:26:01: Wer riecht das nicht gerne?
00:26:03: Habe ich im Foodtruck noch nie gesehen muss ich ehrlich sagen.
00:26:05: Nein aber
00:26:06: die hatte eben so wirklich toll.
00:26:08: Sie war der zweite Foodtrucks in Hamburg.
00:26:10: Sagen wir Ihren Namen?
00:26:11: Nein und dazu müsste ich Sie fragen.
00:26:14: Also okay.
00:26:16: Und sie war damals die Zweite im Catering hier in Hamburg für Film- und Werbung.
00:26:20: Und das hat so toll gerochen und hab ich gesagt, oh, das möchte ich auch mal.
00:26:24: Bis da nichts Tolles gekocht!
00:26:27: Dann hat die nur mich angekocht, Redateurin, rote Fingernegelhohe Absätze, schicker Hosenanzug, Schmuck geschminkt.
00:26:35: Nun hat sich gedacht, na, die brauche ich gerade noch hier im Wagen.
00:26:39: Und dann hat es ein Jahr gedauert, da hatte sie absolut konkreten Personalmangel... ...und dann hat sie sich doch an mich erinnert.
00:26:46: Und dann bin ich gekommen mit Wanderstiefeln an und Schalemals.
00:26:50: Ich bin sechs Jahre geblieben, habe gekündigt, hab aufgehört mit dem Schreiben und so.
00:26:57: Hab neben mir noch freigeschrieben und habe bei ihr quasi Korn gelernt in diesem Wagen.
00:27:04: Wir haben
00:27:06: damals für Werbung gearbeitet?
00:27:08: Für die Werbung!
00:27:10: Also Werbefilme.
00:27:11: Wenn
00:27:11: irgendwo ein Werbefilm gedreht wurde dann für die Crew gekocht, richtig?
00:27:15: Ja
00:27:15: also zum Beispiel sagen wir mal ich gebe mir als Beispiel Wir sind mit Manfred Krug morgens um vier an die Ostsee gefahren im Winter und da hat er für Telekom-Werbung gemacht.
00:27:24: Ach, die Telekom Werbung
00:27:25: ist was.
00:27:25: Ich stelle das noch vor Ostsee, Winter, vier Uhr morgens der Mufe am Manfred Kruf, der immer nur schlecht gelaun war Und alle beschimpften und dann wir, so.
00:27:37: Dann hast du ja unter dem Wagen das Wasser dabei, dann hast du den Herd da drin... Also dann hatten wir unter jedem Arm von Butter und dann haben wir erst mit unseren Füßen im Ofen aufgewärmt.
00:27:49: Und ich fand es herrlich!
00:27:50: Es war Abenteuer pur.
00:27:53: Ich bin sechs Jahre an ihrer Seite geblieben und habe richtig gelernt aber für viele Leute.
00:28:00: Das heißt noch nicht dass ich für zwei Leute kommen kann
00:28:03: Und ihr habt dann sozusagen Eingericht für viele Leute gekocht immer?
00:28:08: Nein, wir sind ja morgens ums Dingstein.
00:28:11: Da gibt es erst mal einen Frühstück und dann gibt's das.
00:28:13: Dann gibts ne Zwischenmahlzeit.
00:28:15: Den gibts zum Mittagessen.
00:28:17: Also
00:28:17: richtig den Tag begleitet so mit Mahlzeiten.
00:28:21: Sehr häufig meistens bis in die Nacht.
00:28:25: Dann nochmal eine Mitternachtsuppe und so.
00:28:27: Das war richtig harte Arbeit.
00:28:29: Achtzehn Stunden war normal!
00:28:31: Das war richtig normal, ne?
00:28:33: Aber das ist Abenteuer pur.
00:28:36: Was ist das Abenteuere daran?
00:28:38: Stitulmann aus See und kocht da was und die Leute sind so und dann musst du nimmst du Kontakt auch mit den Leuten und dann machst du Stimmung und dann ... So ein Keterer ist wahnsinnig wichtig!
00:28:50: Wenn der Ketera schlecht ist, ist die Stimmung schlecht.
00:28:54: Der Keter is bei diesen ganzen Produktionen das A und O, das kann ich dir sagen... Wenn der einen Miesen Kaffee macht oder ein mieses Brötchen schmiert, ist die Stimmung im Eimer.
00:29:03: Geht nicht!
00:29:04: Und dann bist du so eine Art Pausenklauen auch und da habe ich auch gemerkt dass das mir das liegt.
00:29:10: Ich wusste gar nicht von mir.
00:29:12: Die waren noch nie ein Pausenklauen.
00:29:14: Was heißt das Pausenclauen?
00:29:16: Du machst den Stramm Max für die ganzen Leute damit sie was zu lachen haben...
00:29:20: Was haste denn gesagt zu dem Mann für den Kug, damit er nicht mehr so grießgremig aus der Wäsche geguckt
00:29:25: hat?!
00:29:25: Und
00:29:26: mit dem, das war aber sehr speziell.
00:29:28: Der kam an mir vorbei und hat gesagt, kann ich mal Brötchen haben?
00:29:32: Los geht's mal her!
00:29:34: Und da hab' ich gesagt, oh, er ist doch so... Er sagt doch mal bitte freundlich guten Morgen.
00:29:38: Dann hat er mich angeschrieben und hat dann gesagt, mit so einer wie dich weiß es nicht.
00:29:43: Ich wusste das schon ganz genau.
00:29:44: Mit so einer muss man gar nicht ersprechen.
00:29:48: Und ging weg.
00:29:48: Und ich dachte, oh jetzt gibt´s Ärger.
00:29:50: Jetzt kriegen wir richtig Zoffen.
00:29:53: Und dann habe ich ein paar Brötchen geschmiert und da bin ich zu ihm hingegroppt, heimlich auf ein Set wo also gefilmt wurde.
00:29:59: Und dann hab' ich ihn diese Brötchchen überreicht und hab ganz untertänig getragen.
00:30:02: In anderen Worten ist entspannend sich eine Liebesgeschichte.
00:30:06: In andern Worten wenn ich reinkam später in diesen... mit dem haben wir ja ganz viel gefilbt.
00:30:11: Dann hat er immer stop!
00:30:12: Stop!
00:30:13: Alles stop!
00:30:14: Sehr zum Ärgeles Filmtipps.
00:30:18: Jetzt will ich nichts von euch hören.
00:30:20: Und dann lasse ich erst mal mir am Abend...
00:30:24: Also hast du geknackt irgendwie denn?
00:30:26: So und dieses auch jemanden knacken oder zur guten Laune zu verhelfen, oder aus einer Schüchternheit herauszuholen ist sehr wichtig.
00:30:34: Total!
00:30:35: Das kannst Du alles als Caterer.
00:30:38: Du bist eine Randerscheinung, du bist keine Hauptperson.
00:30:41: Du wirst wieder Vorhang vom Fenster, du wirst eine Randerschallung aber das kriegst Du alles hin.
00:30:46: Du hast ja dann im Studio Catering beim Ende der Fernsehen so deine Bestimmung gefunden.
00:30:52: Das war der letztendliche Schritt, weil diese wunderbare Frau, die ich gelernt habe in den sechs Jahren, die mochte nicht gerne Menschen zu sehen ihrer Nähe.
00:31:05: Da kam dieser Truck sehr entgegen.
00:31:08: Die Barriere, es kam ja und sie mochte nicht gerne zwischen Menschen stehen.
00:31:14: Und dann kam die Anfrage von Reinhard Beckmann meinen heiß geliebter Reinhart Beckmann.
00:31:20: Talkshow hat er damals gemacht mit Beckmann?
00:31:22: Ja Talkshow.
00:31:23: und dann hat sie zu mir gesagt du bist so weit ich hatte ja sechs Jahre bei ihr gelernt Du bist soweit.
00:31:29: willst du das nicht unter eigener?
00:31:30: willst du dass nicht machen.
00:31:32: Hat mir also quasi das okay gegeben dass ich den Job nimm.
00:31:35: Dann habe ich ihn sechzehn Jahre gemacht bis ich Sechsund Siebzig war
00:31:38: Da rückt.
00:31:39: Bis sie ist Sechsen-Siebzig war, habe ich ihn gemacht und wir waren eines der letzten Caterings in Deutschland.
00:31:46: Was hat dir daran gefallen?
00:31:48: Also das dann in einem Studio sozusagen wieder in einer stationären Küche zu machen immer noch als Randerscheinung aber natürlich so als du warst auch inventar nach einigen Jahren.
00:31:59: Du hast ja immer da was bei jeder Sendung dabei.
00:32:03: Sechzehn Jahre!
00:32:04: Ja.
00:32:04: Was hat mir gefallen?
00:32:10: Ich habe die ganze Prominenz Deutschlands gesehen.
00:32:14: Bis auch Spanisch, Italienisch, was weiß ich?
00:32:16: Also Sophia Loren und Elton John.
00:32:20: Die kamen ja auch.
00:32:22: Aber die ganze deutsche Politik und Wirtschaft und Prominence ... Habe ich dort gesehen und so.
00:32:28: Und ich war die Gastgeberin.
00:32:30: Da habe ich plötzlich gemerkt dass ich nicht nur Pausen klauen kann was ich nie gedacht habe, sondern ich kann auch Gasgeberin eigentlich besser noch als kochen sage ich heute.
00:32:42: und das konnte ich dort ausleben.
00:32:46: Und dann haben die mir ein kleines Restaurant gebaut.
00:32:48: Reinhold hat mich über mit Rollen in Augen verliebt angeguckt.
00:32:52: Also ich hatte einen Superchef, der mir alles erlaubt hat.
00:32:56: Der hat auch ... es war sehr teuer, ne?
00:32:58: Wie gesagt wir waren eines der letzten Caterings in Deutschland.
00:33:01: Da hatten also Meisbergers und diese alle heißen die hatten keinen.
00:33:05: man nennt das Full Catering wenn du von da bis zum Ende des Tages
00:33:10: Frisch gekocht, was hinstellen kannst.
00:33:11: Das sind ja die Leute, die da arbeiten und die Gäste...
00:33:16: Lichtsetzer, Kamera-Leute...
00:33:18: Ja, hier kriegen alle unterschiedliche Essen.
00:33:20: Also die VIPs, die Geste kriegen natürlich ein fürstliches Essen.
00:33:24: Und dann hast du ja einen riesigen Haufen Leute.
00:33:29: Die werden auch den ganzen Tag über.
00:33:31: Auch da war wieder achtzehn Stunden.
00:33:35: Ich mag das!
00:33:39: So noch arbeitest, wenn du fast vor dem Zusammenbruch bist und dann haust du doch nochmal ein rein.
00:33:44: Ich finde das herrlich!
00:33:45: Und war das für dich denn anderes Kochen?
00:33:46: Wenn du jetzt mal in den Wegen für die Merkel gekocht hast als für private Leute oder... Ja
00:33:52: ich habe immer von den Pressebüros der diversen Menschen, die als Gäste kamen abverlangt und es klappt ja nicht immer.
00:33:59: Ist hier eine Alkoholiker, ist hier eine Alleriker?
00:34:03: Ist hier einer... Es ist ganz schlimm wenn ich dann ein Alkohliker hatte und das Pressebüro hat mir das nicht mitgeteilt.
00:34:09: Das habe ich gehabt!
00:34:10: Und du hast ein bisschen Konnec in der Sauce gehabt oder
00:34:11: so?
00:34:12: Nein, das können sie noch verkraften aber wenn die dann sagten können Sie mir bitte mal eine Bloody Mary bringen.
00:34:17: Achso,
00:34:18: ja.
00:34:18: Ich ahne nicht dass das ein Alkoliker ist.
00:34:20: also das war schon... ...es ist nicht an Dauern vorgekommen, aber es IST vorgekommen.
00:34:27: Und macht doch mal ein paar Beispiele vom Essen.
00:34:31: Also gab es Leute, die besonders... Bescheiden waren oder besonders wenig anspruchsvoll.
00:34:38: Oder die extrem ansprungsvoll war beim Essen und die sehr picky waren, so fallen dir noch Promis ein über die man reden kann?
00:34:45: Also da fallen mir so viele ein dass ich eigentlich immer mein Buch darüber schreiben wollte.
00:34:50: Das hätte mich sehr gereizt aber das ist viel beim Arzt!
00:34:52: Ich darf darüber nicht reden weil ich habe die ganzen Menschen in ihrer Privatsphäre... Die Sendung war gelaufen bei Beckmann.
00:35:00: sie waren jetzt privat als Gäste
00:35:04: Nach der Sendung essen.
00:35:06: Vorher haben sie Brötchen und Snacks und so nach der Send kam ein riesen großes Buffet, dann ging es alle in den VIP-Raum und dann war da alles schön weißes Leidensilver leuchtet und schickt.
00:35:19: Und dann war dann opulentes Buffet.
00:35:21: Aber
00:35:22: vielleicht fällt dir ja eine nette Anekdote ein für die sich keiner schämen muss.
00:35:25: also wieder du noch?
00:35:27: Nein
00:35:27: ich sage mal eins ohne Namen.
00:35:29: Dann kam einer einen Schauspieler dem wir sehr lieben Und er sagte, ich fragte ihn ob er das möchte.
00:35:39: Er hat gesagt ja, ich hätte gerne sechs Ausstrahlen.
00:35:42: Da war ich natürlich nicht drauf vorbeigegangen.
00:35:43: Ich hatte weder einen Ausstahlmesser noch etwas.
00:35:46: Dann habe ich im Atlantikkotel hier unser größtes angerufen.
00:35:49: Habt ihr mal?
00:35:50: Nein hatten sie nicht!
00:35:51: Dann hab' ich ihm vier Jahre ausstanden und die Arme schicken wir rüber zack-zack... ...und dann schickten die rüber eine Kiste mit zwanzig Ausstihlen oder so.
00:35:58: Ich habe es gesagt für welcher Schauspieler das war.
00:36:02: Und schicken Sie das rüber.
00:36:03: Ich hatte, weil ich gerade Elton John vorher hatte noch Silber im Hause.
00:36:09: Echtes von mir!
00:36:09: Ich sammle Silber und weiße leiden Stoffsalierten von mir privat.
00:36:14: Elton-John angeben.
00:36:17: Das habe ich alles.
00:36:18: und dann hab' ich also diese... ...und dann hatte ich einen Praktikanten.
00:36:21: Das war ein Schlachterssohn und der Schlachter verkaufte aber auch Ostern aus Friesland so.
00:36:26: Der wusste wie die aufgehen?
00:36:28: Der
00:36:28: hat mir die Dinger aufgeknackt, zehn Stück.
00:36:31: Jetzt pass auf, jetzt kommt der Knüller.
00:36:33: Er hat mir zehn Stück aufgeknackt und ich habe schön weiße Serviette, Fingerbohl alles so wie sich das gehört.
00:36:39: Zitronenchen,
00:36:40: schöner Wein.
00:36:42: Und dann guckt mich dieser besachte Mann an...
00:36:46: Der beliebte Schauspieler?
00:36:48: Der beliebt mit dem knudeligen Nase im Gesicht.
00:36:51: Vielleicht weiß man wer es ist.
00:36:54: So ein kautziger Typ, der aber wunderbar als Schauspieler war und schreibt mich an!
00:37:01: Eine Unverschämtheit, das muss ich mir doch nicht bieten lassen.
00:37:06: Was bilden Sie sich eigentlich ein?
00:37:08: Weil ich zehn aussehend serviert habe auf einem Silber-Tablet mit Eister drunter statt sechs.
00:37:15: Ach
00:37:18: so!
00:37:19: Also sowas hast du auch erlebt?
00:37:21: Solche Szenen hab' ich öfter erlebt, dass es skurril wurde und da musst Du einfach Nerven behalten.
00:37:29: Und dann entschuldest du dich untertätigst und denkst, ähm, leuchte.
00:37:33: Und hoffst das er die sechs Ausdanns zumindest noch ist?
00:37:37: Der ist allerdings ein Pört aufgestandenes gegangen.
00:37:39: also ich mein...
00:37:43: Ist wie es ist!
00:37:43: Man
00:37:44: muss es verstehen, zehn Ausdahnstatt sechs ist ja auch ein Drama ne?
00:37:47: Ja, es war an den Großzügigen würde ich sagen.
00:37:50: Und dann vor allen Dingen war das hat sich das wunderbar aufgelöst, indem in diesem Studium die Kanale keine aussahen.
00:37:57: Die Gabeljungs und so... Bäh!
00:37:59: Was ist denn das für ein Glibberkram?
00:38:01: Und dieser Schlachtersohn der damit aufgewachsen war durch seinen Fall.
00:38:04: Wir haben den ganzen Ausseilen weggeschlappert mit ein bisschen Zitrone.
00:38:10: Ja.
00:38:10: Und gab es auch mal in dem Fall, dass er irgendwann gesagt hat, das hat mir so gut geschmeckt.
00:38:14: Rezept bitte.
00:38:16: Das gab es nicht nur einmal.
00:38:19: Ich würde fast sagen gefüllte tausende Male.
00:38:21: und Reinhold sagte immer zu mir, die kommen doch sowieso nur deine Dwingen.
00:38:25: Und es gab eben auch wenn die einfach sagen wir kommen ihre Dwinge Herr Beckmann.
00:38:29: Wir kommen hier wegen Ihrem Catering und dass sie nach Rezeptenfrauen
00:38:35: dauern.
00:38:37: Nach dieser Cateringszeit mit Sechsen-Siebzig hast du eben gesagt, da ging's los mit deinen Wohnzimmerdinnern?
00:38:45: selber auch einige jahre so einen privaten ich habe es sapperklapp genannt.
00:38:49: ja also im moment ist das leider ein bisschen eingeschlafen dass vom wart war immer zwölf gäste freunde und freunde.
00:38:55: von freunden hab ich eingeladen zwölff weine auf den tisch gestellt und sechs von mir gekochte thematisch passende gänge zu dem zu.
00:39:02: dem weiner hat also immer zwei weine und einem gang gekriegt hat immer probiert passt dazu passt das nicht.
00:39:08: also in grunde betreut des trinken und essen habe ich gemacht.
00:39:13: angefangen habe ich das Nach meiner Scheidung, aus Notwehr so ein bisschen.
00:39:17: Weil als Single hatte ich einen Eindruck du wirst plötzlich nicht mehr eingeladen Du bist so'n gescheitertes Beziehungsmann mal das will keiner am Tisch sitzen haben vor allem nicht so frisch.
00:39:27: Also ob es wirklich so krass war Ich weiß es nicht mehr aber Es war auf jeden Fall dieses Gefühl und dazu kam auch der Wunsch eben neue Leute dann kennenzulernen nach so einer gescheiterten Geschichte überhaupt Leute zusammenzubringen.
00:39:40: Du machst ja was Ähnliches Wildfremde Leute in deinem Wohnzimmer bewirrt und macht das glaube ich auch immer noch gegen den Spendenobolus, was übrig blieb wurde dann für krebskrankte Kinder gespendet.
00:39:50: Was war denn für dich der Auslöser das zu machen?
00:39:52: Das
00:39:52: kann ich dir genau sagen, mein Mann war inzwischen aus dem Ausland zurückgekommen.
00:39:55: Der hat ja nun die ganze, unsere fast, unsere ganze Ehe durch im Ausland geabelt und macht herrliche Ehen.
00:40:02: ne?
00:40:02: Nix mit Scheidung!
00:40:03: Herrliche Ehemann sieht sich zwei Mal... Ne drei mal mehr So.
00:40:07: Und er kam nach Hause und wurde dann leider Gottes sehr schnell, sehr, sehr krank.
00:40:11: Er lag also stramm im Bett Mehr ging nicht.
00:40:15: Er konnte die Arme noch bewegen und er hat seine gute Laune nicht vergeben und seinen Genuss Trieb nicht verloren.
00:40:21: und dann reichen wir doch mal einen Cherry usw.
00:40:24: Also das war alles noch da, aber ansonsten lag er wirklich, er konnte nicht mehr laufen und nichts.
00:40:29: Und da habe ich gedacht was mache ich mit diesem Mann der immer nur in der ganzen Welt lebt rund um Lobis und Zeig Sprachen und so?
00:40:36: Was mache ich damit dem?
00:40:38: Ich hole die Welt rein!
00:40:41: Und wieso brauche ich im Wohnzimmer wenn er nur im Bett liegt?
00:40:44: Kinder waren alle aus dem Haus.
00:40:46: Dann habe ich Wohnzimmer hier raus, wo wir jetzt gerade sitzen und habe hier Tisch reingestellt und haben angefangen mit zehn Leuten testweise.
00:40:54: dann wurden es fünfzehn da wurden zwanzig und jetzt eben noch mehr so.
00:40:58: und dann habe Ich die Tür zu ihm hinten.
00:41:00: er wohnt hinten in der Wohnung.
00:41:02: Jetzt ich hab eine Hamburger Altbauwohnung.
00:41:04: Hinten hatte er sein Zimmer Die Türen alle aufgelassen er hörte den Geräusche Pegel
00:41:10: aber nicht mit am Tisch konnte Nicht Aber Konnte ich mehr laufen, aber konnte das hören.
00:41:14: Er liegt stramm im Bett muss ihr vorstellen und mit freundlichem Gesicht war seine Laune hat er nicht verloren.
00:41:22: Ich habe fünf Gänge mache ich immer in.
00:41:24: Dann haben wir ihm auch immer Form vollendet seinen Gang serviert nur ein bisschen weniger.
00:41:28: Das hat er dann
00:41:30: ihm ans Bett serviert.
00:41:31: Ja,
00:41:31: das hat er schön fürstig gespeist und er hat den Geräuschepäkel gehört.
00:41:36: Er hat mit mir aber auch die Menüplanung gemacht, den Einkaufssettel geschrieben abgeschmeckt.
00:41:44: Ich habe ihn so viel, ich konnte involviert in das was ich da mache und es hat wunderbar funktioniert.
00:41:51: Da hat er's geliebt bis zum Geht nicht
00:41:53: mehr.".
00:41:53: Und kannst du dich noch erinnern dass alle erste Mal als du das hier zu Hause gemacht hast war das eher so ein Gefühl von Mut oder von Wahnsinn?
00:42:03: Also mit was für einem Aufwägung?
00:42:05: Ich hatte die Idee, der kann jetzt nicht mehr raus in die Welt.
00:42:09: Der kann auch den ganzen Tag nur in die Glotze anstarren.
00:42:13: Was mache ich damit dieser Mann nicht seelisch da eindämmert dahinten und ich muss ihm die Welt ins Haus holen.
00:42:21: Oh so dann habe ich nämlich angefangen Gäste Widerholungstäter zu ihm nach hinten zu bringen.
00:42:27: Ah!
00:42:28: Privataudience.
00:42:29: Privat Audienz.
00:42:31: Chefvisite.
00:42:33: Und das hat er natürlich geliebt.
00:42:36: Und die Gäste haben es aber auch geliebt, die haben sich geirrt gefühlt weil ich dann gesagt habe du warst jetzt fünfmal schon bei mir ne?
00:42:42: Jetzt giss immer und besuch mal meinen Mann!
00:42:44: Der hört deine Stimme einmal mit uns und so.
00:42:46: Das
00:42:46: will ja mein Körper dazu sehen.
00:42:49: Das hat er geliebet und ließ ganz drum herum auch.
00:42:53: So wenn du für so viele Leute kochst ist ja was ich heute noch mache.
00:42:57: Ich hab's früher jeden Freitag gemacht
00:43:00: Jeden Freitag
00:43:01: sein, ihm zu lieben damit die Bude voll ist und was los ist.
00:43:06: Und jetzt mache ich es einmal im Monat oder vor Weihnachten und zu zweimal.
00:43:10: Ist immer noch eine
00:43:12: hohe
00:43:12: Taktung anstrengend auch.
00:43:15: Es sind ja viele inzwischen.
00:43:17: Wie konkret läuft das ab?
00:43:19: Wie kommen denn die Leute zu dir?
00:43:20: So wie läzten sie ein?
00:43:22: oder sind ihr auf einem Verteiler?
00:43:25: Auch
00:43:25: nicht gar nicht.
00:43:26: Ich mach das jetzt über zehn Jahre.
00:43:27: nicht zu überlegen.
00:43:29: Das wissen Leute, Insider.
00:43:32: Ich habe keine Webseite und nichts.
00:43:33: Und das will ich alles nicht!
00:43:35: Und ich will es auch gar nicht so doll in die Öffentlichkeit bringen weil... Die Leute, die mich weiter empfehlen, die mir toll finden.
00:43:42: Die sind alle letztendlich aus einem Guss, weißt du?
00:43:45: Ja Freunde von Freunden.
00:43:46: Ja denn bisher ... Toi toi, ich klopfe auf den Tisch her.
00:43:50: Bislang hatte ich das Glück ist noch nie eine Ausgel.
00:43:55: Brochen oder ausgerastet, oder hatte eine politisch anstrengende Meinung.
00:44:00: Oder hat mir hier von meinem Silber was geklaut?
00:44:04: Es ist noch gar nichts passiert!
00:44:06: Bei mir ist mal einer eingeschlafen am Tisch.
00:44:09: Das war allerdings ne Bordeauxprobe.
00:44:10: Da haben wir sehr viele schwere Weine getrunken.
00:44:12: Die sind da eingenickt Haben ihn auch wieder wachgekriegt nachher.
00:44:15: Aber das war auch mal schön.
00:44:19: Das ist doch nicht passieren bei dir.
00:44:20: Das
00:44:20: könnte ich eingeschleifen.
00:44:24: Nein Richtig einschlafen, nicht einer wollte.
00:44:27: Weil ich gerne mal eine rauche.
00:44:30: Wollte mich mal einer unbedingt vom Rauchen und der hat den Nacht zum zwei angerufen noch und wollte mich bechemissionieren.
00:44:37: Ach so, dass du aufhören sollst auch?
00:44:38: Bitte Nacht zum Zwei nicht noch.
00:44:39: und außerdem wenn ich eine rauchen will dann raucht die eine!
00:44:42: Was kochst Du an diesen Abend denn, wenn Du da kocht machst Du das aus ein bisschen von der Marktlage abhängig oder hast Du Ideen oder sind thematisch arme?
00:44:50: Das
00:44:50: ist ja jetzt weit über zehn Jahre, das ist Bacher
00:44:52: ne?!
00:44:54: Wir haben uns, ich hab da hinten eine ganze Reihe so Bücher stehen die wir alle das waren unsere Menübücher.
00:45:01: Mein Mann und ich haben uns immer ganz viel Mühe gegeben immer was Neues was Ganz unterschiedlich und ganz also immer Fünfgänger Aber immer unterschiedlich immer wahnsinnig für Mühe geben das anders zu machen Und vor allem weil wir auch viele Wiederholungstheter hatten Leute die wieder kamen.
00:45:20: Heute mache ich etwas anderes Das will ich aber gar nicht verraten.
00:45:24: Dann schneide ich mir selber ins Fleisch, das sage ich lieber gar nicht!
00:45:27: Aber ungefähr weil es also gibt's eher Gemüse oder gibt's Oma-Küche im Sinne von Königsberger Klopse und eine große Schüssel Linsensuppe?
00:45:37: Nein so schlimm, nein!
00:45:38: Das ist ja nicht schlimm, ist ja herrlich wenns gut gemacht ist...
00:45:40: Das ist schon richtig super, fangen wir mit Garpaccio, mit Rüffel, also ich bediene dich
00:45:47: Das war nicht
00:45:48: schlecht,
00:45:49: ne?
00:45:49: Ich würde es essen.
00:45:50: Dann kommt eine sehr raffinierte Salatplatte mit Riesenskampi, das ist auch nicht schlecht.
00:45:56: So umdrauchst du mal so und aber auch gefüllte Pilze und Dings und so.
00:46:01: Und dann geht das so weiter.
00:46:03: ich mache heutzutage immer das gleiche weil ich habe einen Gericht was sich richtig gut kann Und ich spiele sogar manchmal mit dem Gedanken, meinen Namen Restaurant und Wohnzimmer zu ändern in den Namen des Gerichts.
00:46:25: Ach so was das quasi der Titel ist?
00:46:28: Ja
00:46:29: weil ich dass immer wieder mache.
00:46:31: auch Leute die Wiederholungstäter sind da sind ja liegen dazwischen im Monat.
00:46:36: Die wissen inzwischen, dass sie dieses Gericht kriegen.
00:46:38: nur dieses Gerich muss du können.
00:46:40: Ist es denn ein schöner
00:46:42: Name?
00:46:43: Fleisch Gericht Ja, das ist ein schöner Name.
00:46:47: Aber es ist nicht vorhanden?
00:46:48: Nein!
00:46:50: Das ist auch nicht so was Simpli-Schiede.
00:46:51: Ich meine liebe Königsberger Klopse aber es ist... man muss es wirklich können.
00:46:56: Langgeschmort wahrscheinlich.
00:46:58: Man muss es können
00:46:59: und machst du dann auch.
00:47:01: haben wir eben schon drüber angerissen Weinpeering oder Getränke.
00:47:05: wie lasst ihr mit getränken an einem privaten Abend?
00:47:07: Da
00:47:07: bin ich ein bisschen schlicht aufgestellt aber habe festgestellt Da komme ich sehr gut mit klar.
00:47:16: Die Gäste kommen an, kriegen einen Synthonic.
00:47:19: Früher hatten wir auch noch ein Campari-Dings und dann haben festgestellt die wurden alle nur Synthonik.
00:47:25: Und gar nicht so modisch mit Salatkurke unter den ganzen Städten und so.
00:47:31: Wir machen ganz mit Zitronen ganz
00:47:33: schlicht und eis.
00:47:35: Ja und Eis und das steht da auf dieser Truhe wo du hier wuchst.
00:47:38: Und da steht dann mein jüngster Sohn, der ist eigentlich Redakteur einer Fernsehsendung.
00:47:44: Aber er ist verrückt nach diesen Abenden, die ich dann einmal im Monat mache und der ist sehr verrückt.
00:47:49: Der ist der Bayer, so der Kellner?
00:47:53: Der ist Getränke-und
00:47:54: Brot.
00:47:55: Das ist sein Ding.
00:47:56: Getränkesommelier
00:47:57: und Brotsommelier bringt das Brot!
00:48:00: Dann kriegen sie auch nach wie vor einen Guteedel, diesen Dörfler bradischen Broteedeln Und dann kriegen sie einen Rotwein, da variiere ich.
00:48:11: Das ist dann mal Riocha... Da habe ich meine Weinhandlung.
00:48:16: mit denen spreche ich wirklich immer ab.
00:48:18: Ich mag gerne Rotweine ... das ist jetzt für dich keine Weinsprache, das ist Hausfrauensprache.
00:48:24: Wo es hinten so ein bisschen kratzt!
00:48:28: Ich liebe Rotweiner die trocken sind und wo's hier hinten so n bisschen raub ist
00:48:32: Kannst
00:48:33: du dich da rein denken?
00:48:34: Ja, kann ich mich rein denken.
00:48:35: Also ein bisschen Tannin mitbringen, so ein bisschen Gerbstoff, Gerbsäure.
00:48:39: So ein bisschen muss es hier... Nicht
00:48:42: zu fruchtig, sondern was ein bisschen
00:48:46: Grip hat.
00:48:48: und da muss ich immer suchen.
00:48:50: aber ich habe dann immer gute Berater und weiß welche ich nehme die wechseln Und die merken, Bier kriegen sie natürlich und so, wenn sie wollen.
00:49:00: Aber es passiert selten ne?
00:49:02: Und hinten raus Obstler.
00:49:03: Und hinten rassastisch ist das Tiefkrieg immer ein Obst.
00:49:06: Dann geht mein Sohn rum, mein jüngster Sohn getränke und brot.
00:49:09: Und mit seinem Tablettsohn.
00:49:10: Der ist inzwischen zu gut.
00:49:13: Mein Sohn mal nicht.
00:49:15: Ist ja auch noch so hübsch.
00:49:16: Die Damen sind alle ganz aufgeregt.
00:49:18: Und dann trinken die alle noch hier ordentlich...
00:49:22: Dein Jüngster-Sohnnummer, dass man mal ausrechnen kann wie alt is der Inzwischen?
00:49:27: Der ist, äh, sechsundfünfzig.
00:49:29: Was sag ich denn?
00:49:30: Vierundfünftig.
00:49:31: Oh Gott, das ist ja noch jung.
00:49:32: Jungspunde.
00:49:33: Entschuldigung, er hat natürlich einen riesen Unterschied.
00:49:36: Nein!
00:49:36: Ja klar.
00:49:36: Riesenunterschied.
00:49:38: Und den ältesten Sohn hast du ja gesehen auch.
00:49:40: Genau, der hat sich sehr geheim gegeben über das was er eigentlich macht außer mit dir YouTube-Videos zu drehen.
00:49:46: aber zu.
00:49:47: Hat er mir nicht, wollte mir nicht verraten was er beruflich macht?
00:49:49: Da gibt immer nichts preis von sich.
00:49:52: Ist ja auch okay.
00:49:53: Aber den habe ich inzwischen interessiert dafür dass er mir in der Küche... Ich koche alles wirklich selber!
00:50:02: Also jetzt kochen mache ich auch mit achtundachtzig wirklich selber
00:50:06: und schnibbeln
00:50:07: Alles.
00:50:08: Ich stelle
00:50:10: mir mein Klassikradio an, möchte bitte dass niemand in die Küche kommt und in aller Ruhe mache ich dieses ganze das ganze Essen so.
00:50:17: jetzt muss aber einiges doch noch fertig gemacht werden.
00:50:21: Dann macht das macht er.
00:50:22: Also Kartoffeln schält er und kocht, der muss ja nicht vorarbeiten.
00:50:26: Und dann und verschiedene Sachen muss er machen.
00:50:28: Die Scampi
00:50:29: anbraten für den Salat.
00:50:31: Zum Beispiel.
00:50:31: Alaminüt?
00:50:32: Das machst du da nicht!
00:50:33: Da bist du hier bei den Gästen.
00:50:34: Nein, das sind...dann
00:50:34: bin ich hier bei dem Gäste und dieses Scampis, da bin ich empfindlich so wie sie Kunden sein.
00:50:39: Ja natürlich.
00:50:40: Mit Knoblauchstraufen ganz wie Petersilie und so.
00:50:43: Das weiß er aber aus einem FF inzwischen.
00:50:45: Da unterstützt er mich, dass er ein paar Stunden dabei ist.
00:50:47: Ist
00:50:48: dein Baikoch sozusagen.
00:50:50: Der Baikoch
00:50:51: Dass Sie das nicht hören.
00:50:53: Wer ist das jetzt?
00:50:54: Martin oder der... Das
00:50:55: ist der Martin,
00:50:57: er kocht dann ein bisschen mit.
00:50:58: Ja und Sebastian macht wie gesagt der jüngste Macht Brot und Wein zum Milieu.
00:51:04: Wer sitzt typischerweise bei dir am Tisch?
00:51:07: Ältere Jüngerer ist das gemischt.
00:51:09: Das
00:51:09: Tolle an dieser ganzen Sache ist ich liebe diese Idee die ich da hatte als ich dies hier anfing.
00:51:14: Es ist die beste beste Idee meines Lebens und ich habe schon einige und einige Berufe und dieses ist die Beste Alt und jung.
00:51:23: Mit Jung meine ich so ungefähr das jüngste, was ich mal so habe ist ... ... das älteste bis Stein alt, bis zum Tod.
00:51:31: Alles mein Finger auch mit Rollstuhl.
00:51:34: Und diese hier, alt und jung... Ich sag es dir, mit dem richtigen Zusammenbringen.
00:51:42: Es kommt wieder meinen Gast gegen
00:51:44: die Rolle.
00:51:46: Funktioniert so toll!
00:51:49: Das glaubst du nicht?
00:51:50: Hier gibt es keine Barriere zwischen alt und jung.
00:51:53: Hier sitzt auch manchmal, ich sage jetzt mal das Beispiel, sechs Kassierer von der Metro aus Bremen, aus Dings haben sich zusammengetan um sich hier ein Essen zu leisten ist ja nicht so billig.
00:52:06: Kassiere, ne eine Kasse sitzen bei der Metro oder bei Ikea oder was übrigens.
00:52:12: Ikea sitzen hier da sitzt der Professor.
00:52:17: Da hinten sitzt der Solist aus dem Symphonieorchester, hier haben wir Elfi.
00:52:22: Hier sitzt die Hirnchirurgin wo ich dachte das ist noch ein Kind so jung sah sie aus.
00:52:29: Ich habe gedacht ich höre nicht recht.
00:52:32: So diese sitzen jetzt alle an einem Tisch und da sitzen noch vier Polizisten.
00:52:39: Das harmoniert wie Bolle.
00:52:42: Es kommt nur darauf an welche Welle du hier in Gang schwingst.
00:52:47: Genau, da sind wir eigentlich bei dem Kern.
00:52:50: was macht aus deiner Sicht eine gute Gastgeberin aus.
00:52:54: Also ist es das diese Welle anzuschieben?
00:52:55: Diese
00:52:56: Welle die ich hier anschiebe.
00:52:59: wenn sie in meine Tür kommen, ich duze sie alle.
00:53:02: Ich nehme keinen Nachnamen auch nicht Gräfen und so habe ich einen zwei Mal wirklich noch Gräfinn.
00:53:09: Ich nenne sie alle Doris und Rutte und wie sie alle heißen und so ich umarme sie alle ... nach Corona, was sehr gefährlich war.
00:53:17: Und überhaupt für mich gefährlich mit Nachten-Achzehn.
00:53:19: Natürlich!
00:53:20: Ich küsse sie alle und mache sie alle... ich duze sie alle,... ...und es passiert etwas ganz merkwürdiges Ganze sagen die Frau spinnt ein bisschen mehr in den Nachtenachzehren.
00:53:29: Ist aber nicht so.
00:53:30: Wenn die reinkommen, ich liebe sie alle.
00:53:33: Ich liebe sie solange sie meine Gäste sind, das sind fünf Stunden.
00:53:37: Danach lieb ich sie nicht unbedingt.
00:53:39: Nein.
00:53:40: Dann will ich sie auch nicht als Freunde.
00:53:44: Ich will auch nicht, dass ich Freundschaften will zu mir und es vielleicht überlastet.
00:53:49: Manche verwächseln das und wollen das dann mit einer Freundschaft.
00:53:53: Aber solange sie hier bei mir am Tisch setzen, liebe ich Sie als Vollmerzen!
00:53:58: Und behandeln Sie so.
00:54:00: Kannst du diese Liebe so anknipsen?
00:54:04: Ja.
00:54:04: Wie machst Du das?
00:54:07: Das weiß ich nicht... Ich glaube, das ist irgendwo in Mangienon.
00:54:13: Ich weiß nicht von wem.
00:54:15: Ich guck sie mir an!
00:54:16: Ich liebe sie wirklich.
00:54:19: Du hast natürlich auch mega Erfahrung damit also diese sechzehn Jahre bei Beckmann plus die sechs jahre im Foodtruck.
00:54:27: du hast auch gesagt ja spielen nach dem dem Hauptgang mal irgendwie so ein bisschen Spiele auch mal den Pausenclown hast du glaub ich gesagt oder du bist dir da auch nicht zu blöd für mal den pausenklauen zu machen.
00:54:40: Das mache ich im Runde genommen.
00:54:41: Ich nenn's Pausenglauen, ne?
00:54:43: Aber was machst du da zum Beispiel?
00:54:47: Also wenn es mal ein bisschen hakt... ...wenn die Kassierer nicht sofort mit der Gehirnchirurgien ins Gespräch kommen.
00:54:52: Es passiert
00:54:53: nicht!
00:54:53: Passiert gar nicht.
00:54:54: Du musst jetzt nicht da Gespräche vermitteln?
00:54:55: Seit über zehn Jahren, nein!
00:54:57: Nicht ein einziges Mal.
00:54:59: Sie kommen hier rein... sie gucken sich erst erst mal an und manche haben noch nie so eine große Funde gesehen.
00:55:04: Dann schauen sie sich immer meine Großmutter an.
00:55:06: Die hängt da als Ölbild, muss
00:55:09: man sagen ist es.
00:55:11: Und dann haben alle gesehen und interessiert sie auch schon nicht mehr.
00:55:15: Dann sehen die Raucher, sie können da draußen rauchen und dann sind die sofort im Gespräch.
00:55:20: Früher habe ich immer noch versucht mich in die Mitte zu stellen und zu sagen so ihr Lieben, ihr fühlt euch bitte hier Zuhause.
00:55:27: Und die Bedienung ist alles meine Enkelkinder und wir sind nicht geschult.
00:55:31: also wenn die euch von links oder rechts falsch bedienen nehmt sie ihn nicht übel.
00:55:35: Ich will ja nicht.
00:55:36: als Kellnerin, hab' ich nur mal so reden gehalten.
00:55:39: Das mache ich gar nicht mehr.
00:55:42: Die kommen rein gucken sofort welchen Platz will ich haben und stürzen sich da drauf
00:55:47: Du machst keinen Plasma, die können sich irgendwie hinsetzen wo sie wollen.
00:55:50: Nein
00:55:51: ich bitte Ihnen nur an nach dem Hauptgang Leute wenn ihr jetzt mal eure Plätze wechseln wollt ganz selten malt steht jemand auf und geht dann mal da rüber oder so.
00:56:00: aber Ich habe ja Nach dem Hauptkrank ein Spiel.
00:56:04: Was ich dir jetzt beschreibe Aber was ich nicht verraten will?
00:56:11: Das hat sich auch rumgesprochen, das wissen Sie wahrscheinlich auch.
00:56:14: Aber die, die schon mal hier waren, die bitte ich in meinem Mund zu halten und so.
00:56:18: Und dann spiele ich mit diesen Gästen ein Spiel.
00:56:21: Und das ist so simpel und so einfach aber so verbindend.
00:56:27: Da kommt jeder Mal mit was bestimmten Zuworte.
00:56:31: Und dieses Spiel heizt die ganze Angelegenheit nochmal ordentlich auf.
00:56:36: Bei mir habe ich auch die Erfahrungen gemacht.
00:56:38: Ich hab das sechs, sieben Jahre lang gemacht dass sich da auch Freundeskreise daraus entwickelt haben ohne mich also die sich bei mir kennengelernt haben und die dann daraus für sich was gemacht haben.
00:56:50: Also ich höre dann plötzlich Ah!
00:56:53: Die machen zusammen Urlaub!
00:56:55: Ich bitte Dich, ich habe hier ehemalige gestiftet.
00:56:57: Wirklich?
00:56:58: Das habe ich noch nicht geschafft.
00:57:00: Aber Freundschaften und Ehemals ist ja schon alles passiert.
00:57:03: Es freut mich denn immer.
00:57:04: Total
00:57:06: Seit zwei achtzehn, bespielst du ja deinen eigenen YouTube-Kanal.
00:57:10: Monica Fuchs kocht mit deinem Sohn Martin hinter der Kamera über dreieinhalb Folgen online – fast sechsenvierzigtausend Abonnenten!
00:57:18: Wie kam das?
00:57:19: Mein sohn Martin, der Älteste, hat immer zu mir gesagt Mama Du musst deine Rezepte und so weiter.
00:57:24: Du darfst nicht hier auf Tod umfallen und die Rezepten usw.
00:57:27: also
00:57:28: um das zu bewahren Und wir machen
00:57:29: jetzt ein Kochbuch Und ich habe gesagt, Martin geh mal zu unserer Buchhandlung hier in der Ecke und guck mal was alles zum Ausverkauf da liegt.
00:57:39: Die tollsten Köche der Welt und dann kriegt das Buch für vier Euro fünfzig.
00:57:43: Ich mache keins!
00:57:46: Dann hat er gesagt, denn lass es uns.
00:57:47: und dann kam er mit dieser YouTube-Idee – und ich wusste sogar nicht was YouTube ist, muss ich dir ja nicht zugeben – und dann haben wir das angefangen.
00:57:54: und dann came Corona.
00:57:56: Und in der Anfangszeit von Corona haben wir das täglich gemacht.
00:58:00: Martin hat eben auch erzählt, ihr habt dann teilweise sieben, acht Folgen hintereinander weg aufgenommen ne?
00:58:04: Du kochend hier auf dem Balkon und er... ...und hast dir alles vorbereitet.
00:58:09: und... Hier das
00:58:10: Visamplass.
00:58:10: vor einer Woche ich auf den Balkon Martin unten im Garten, wenn Corona wirklich mit uns ja nicht begegnet.
00:58:17: Im
00:58:17: Vorgarten muss man sagen.
00:58:18: Dann lief mal eine Maustrikes-Bild, dann haben wir diese Mausintegreter dieses drei M's, Modika Martin Maus Das war lange so unser Ding.
00:58:27: Und dann war Corona vorbei und dann sind wir aber wieder ins Haus gezogen in die
00:58:33: Küche.
00:58:34: Guckt euch das auf jeden Fall mal an, ist ein großer Spaß!
00:58:38: Mit Gästen muss man ja auch sagen gibt es auch noch ne?
00:58:40: Ich habe neulich eine Folge gesehen mit Carlo von Tiedemann.
00:58:44: War mal hier... Das
00:58:45: war dann als wir wieder im Haus fahren.
00:58:47: Ahja also wie der Gäste reinkommen durften.
00:58:49: Da hab
00:58:49: ich alle möglichen Gästel gehabt.
00:58:52: Witzige Gästi, lustige Gässe.
00:58:55: Das Schöne an YouTube ist ja, es ist immer noch da.
00:58:58: Es geht nicht verloren.
00:58:59: Es ist wie ein großer Katalog.
00:59:00: man kann sich dadurch klicken ohne Ende.
00:59:03: Dein jüngstes Projekt ist der Verein Oma-Liebe.
00:59:07: Oma Liebe Oma liebe.
00:59:08: Als ich hier eben reinkam, reinkamen saßen oder standen in deiner Küche mehrere Damen und Kochten, Riesenpette mit Kartoffelsuppe.
00:59:18: Also was macht ihr genau?
00:59:19: Gemüsesuppe entschuldigung.
00:59:21: Genau Lauch wurde auch reingeschaut.
00:59:24: Das sind also ... Boris Rogos, das ist der Food Talker.
00:59:28: Das ist ein Podcast da unter anderem.
00:59:31: Weine Menü macht er auch noch.
00:59:33: Den kennt man so in Deutschland.
00:59:34: Der hatte diese...der machte mit mir einen Podcast.
00:59:38: Er kam und blieb.
00:59:40: Ah!
00:59:40: Er kam Und redete.
00:59:42: Er Kam und erzählte.
00:59:44: Fantasierte.
00:59:45: Er kam immer mit Auszahlen unter Magen, dann habe ich mich mit bestochen.
00:59:48: Er kann mir mit einer Kiste aus sein und da hab' ich mir das immer alles so angehört.
00:59:52: Eigentlich wollte er nur ein Podcast nicht mehr machen.
00:59:54: Und dann hat er so eine Idee mir immer erzählt und hab' ihm gesagt, Spender!
00:59:59: Dann hab' die immer gesagt, Boris willst du einen Café aufmachen?
01:00:03: oder was?
01:00:04: Mit Omas... Was ist denn das?
01:00:06: gibt's in New York, gibt es in Wien?
01:00:09: Gibt's die Idee?
01:00:10: Was willst du denn so...?
01:00:12: Und dann merkte ich plötzlich, der meint das Ernst.
01:00:15: Und dann hat er es nicht nur gesponnen, er hat es ernst gemeint.
01:00:20: und seit zwei Jahren ungefähr sind wir in ganz Deutschland bekannt Wir waren in sämtlichen Pressen und Fernsehshows und Dings und so und so.
01:00:31: Wir sind Oma-Liebe, wir sind Omas angeblich ab fünfundsechzig haben eine einzige, die etwas höher ist.
01:00:42: Kochen zusammen unter anderem.
01:00:43: Das, was du jetzt gesehen hast ist für obdachlose Frauen.
01:00:46: das sind zwar Riesentöpfe die wir mit Spendengemüse das kriegen wir von einem bestimmten Hof kochen wir eine Wir versuchen es jede Woche aber zweite Woche auf jeden Fall dass wir diesen sechzig Frauen ungefähr Superkochen und die lieben das natürlich, ne?
01:01:03: Und wir lieben es zu kochen.
01:01:05: Das bringt ja irgendwo hin dann!
01:01:06: Und das bringen wir mit dem Auto irgendwo hin.
01:01:08: da dürfen wir nicht großartig rein.
01:01:10: Das ist bewachtes Schongebiet quasi für die Frauen und sie kennen uns, sie freuen sich auf unsere... Wir geben uns sehr viel Mühe mit diesen Suppen.
01:01:20: also wir kochen sie so wie wir sie essen würden und diese Omas sind eine Mischung aus.
01:01:25: manche können kochen, manche nicht.
01:01:29: Es ist nicht Bedingung, man muss es nicht kochen können.
01:01:32: Aber Schnippeln kann ja jeder.
01:01:35: Und wir sind aber inzwischen eine ausgebuchte Truppe von älteren Frauen.
01:01:41: Wir gehen von dieser Location zu der, zu der und barren das auch immer mehr aus.
01:01:48: Ihr kocht dann in verschiedenen Locations?
01:01:51: Wir treten quasi auf.
01:01:53: Manchmal tanzen wir sogar.
01:01:55: Also wir treten richtig auf.
01:01:57: Wir kochen etwas Bestimmtes.
01:01:59: Also man sagt dann, Oma liebe kocht nächsten Donnerstag ab achtzehn Uhr im Restaurant so und so.
01:02:05: Und da kauft man sich ein Ticket?
01:02:07: Dann machen wir eine Reservierung, das ist vorher reserviert.
01:02:10: Ist immer ausgebucht mehr oder weniger und wir kochen richtig gut, bekommen gut aber es sind alles diese alten Rezepte.
01:02:18: Wir kochen nichts.
01:02:19: modernes
01:02:19: Beispiel
01:02:21: Von Senf, Eier bis Königsberger Klopsel, Jüner Frickerssee.
01:02:26: Lapskaus, Heringdings, Hausfrauensauce ... Fischfriggatellen, oh diesen Hut!
01:02:33: Fisch friggadellen, diese Sachen, was die Oma früher kochte.
01:02:39: Schnüs haben wir neulich jetzt hier gestern gemacht.
01:02:42: Was habt ihr gemacht?
01:02:43: Schnüs ist Mund im Rheinischen.
01:02:46: Das
01:02:46: ist ein holsteinisches Gericht.
01:02:48: das ist mit Sahne Stellt ja so eine Suppenflüssigkeit vor mit Sahne und Brille.
01:02:54: Und da drin wird im Grunde noch alles Gemüse deines Gartens gekocht, aber es schön ... wir machen jetzt nicht ganz alte Hände.
01:03:01: Kann man sagen so ein Rahmgemüse?
01:03:02: Ja
01:03:03: die Böhnchen sind ... ist ein Suppel.
01:03:08: Die Bohnen sind noch altehnte und es ist
01:03:10: nicht fertig.
01:03:12: Das ist der Unterschied zu dem richtigen Oma von früher,
01:03:15: die
01:03:15: hat gerne mal ordentlich
01:03:18: gekocht.
01:03:18: Da ist der einzige Punkt wo wir uns modernisieren.
01:03:23: also wir kochen gut nach Gesundheitsgründen Nichts, hier komische Erfindungen da.
01:03:33: Zu stark verarbeitete Sachen oder so?
01:03:36: Für das Wort gerade nicht an.
01:03:38: Also natürliche Sachen... Aber es hat Oma ja eigentlich auch gemacht.
01:03:41: Der hatte ja so außer Magie herrlich nichts.
01:03:43: Und macht ihr das eher für euch oder für die anderen oder für beide?
01:03:47: Wir
01:03:47: sind ein gemeinnütziger Verein, wir sammeln Geld!
01:03:50: Geld, wir wollen bitte schön Geld.
01:03:52: Spenden Sie gerne bei uns!
01:03:54: Die Oma lächelt sie auch an.
01:03:56: Wofür wird das Geld ausgegeben?
01:03:57: Wir
01:03:57: kochen ab für Sie wenn Sie es wollen.
01:03:59: und mit diesem Geld müssen wir natürlich wieder sagen werden wir Material kaufen.
01:04:04: um den Nächsten ist das nächste Happening quasi je nachdem wie gut Boris verhandelt dass der Gastwirt oder der Hotelier oder was auch immer der uns einlegt dass er kochen dürfte wie sie verhandeln was als Spende für uns bleibt Was für den.
01:04:21: Und wir haben noch viele Pläne vor uns.
01:04:23: Macht ihr das Geld denn auch in soziale Projekte oder seid ihr das soziale Projekt?
01:04:27: Wir
01:04:30: gehen auch ins Altersheim, wir wollen nach in die Schulen noch gehen.
01:04:34: Wir haben wie gesagt jetzt als Hauptprojekt die Obdachlosen Menschen und auch die wirklich ganz kranken Menschen.
01:04:42: Das ist unser Hauptprojet eigentlich und das andere sind einfach nur Gummis, die alte Rezepte mögen
01:04:49: Und ich habe apropos Rezepte jetzt auch bei dir auf dem Insta-Kanal gesehen.
01:04:52: Es gibt auch ein Kochbuch jetzt noch,
01:04:53: oder
01:04:54: mal liebe Kochbuch ganz frisch
01:04:55: ne?
01:04:55: Ja und das ist jetzt bei dem Kochbuch hab' ich mitgemacht.
01:04:59: Was hast du denn da drin für den Rezept von... was ist von dir da drinnen?
01:05:03: Weißt Du das?
01:05:04: Ja, Hühnerfrikassel.
01:05:06: Hühnderfrikassee lecker!
01:05:09: Das wird nächste Woche von unserem örtlichen Buchender hier unser größter Jahr am Morg.
01:05:16: Da haben wir nächste Woche zwei Tage lang vollkommen ausgebuchte Riesenraum.
01:05:22: Absolut ausgebucht und wir machen so nicht zu viele Gänge, dass wir geben unser Bestes.
01:05:28: Da stellen wir das Buch vor offiziell.
01:05:32: Woher nehmst du die Kraft für das alles?
01:05:34: Aus dem Bein!
01:05:37: Das ist ein Treibstoff der Gut edel.
01:05:39: Und sonst?
01:05:40: Nein ich... nein.
01:05:43: Nein nein nicht der gut edel Warte mal, also es gab mir eine Zeit da sagte mein jüngster Sohn zu mir Mama ich möchte auch gern so resilient sein wie du und Ich wusste gar nicht was das Wort Resilient bedeutet.
01:05:58: muss ich erstmal nachgucken heimlich googeln.
01:06:00: Ich finde ja Google herrlich google immer ganz schnell und den weiß ist Und habe gedacht Ja stimmt?
01:06:06: Ich kann wenn's ich kann mich aufpumpen und ich Kann aus dieser nicht so guten Situation Eine gute machen.
01:06:14: Ich sehe in jeder Sache im Leben den Witz auch.
01:06:19: Ich sage immer, jedem sollte einen kleinen Lorionentascher haben und ab und zu rausholen.
01:06:22: Hallo!
01:06:23: Hast du gesehen was passiert ist?
01:06:25: So Lieder sollte so ein kleinen Lorianentaschern Und jeder sollte aber auch dieses... Das ist jetzt ein großes Unglück.
01:06:32: Was ist dabei Glück?
01:06:34: oder was kann ich damit machen?
01:06:36: Und dann schiebst es auf die Seite und so mache ich mir das mit meinem Leben.
01:06:40: Ich beschäftige mich jetzt nicht damit, dass ich demnächst mal neunzig bin.
01:06:45: Sondern ich beschäftige mir mehr damit... ...dass ich das Schweine-Glück habe, dass sich nur hier bin und dass ich dies noch alles machen
01:06:55: kann.".
01:06:56: Ist auch ein Glück würde ich sagen.
01:07:00: Aber nicht nur Glück!
01:07:01: Ich glaube es hat auch damit zu tun, dass du auch machst und tust.
01:07:06: Ich glaube eher nicht an das Wort.
01:07:08: Ich glaub an die Taten.
01:07:10: Ich bin auch bekennender Artheist, aber ich glaube an die Kraft der Natur.
01:07:17: Ohne jetzt so ein Isoterisch... Ich bin überhaupt nicht isoterisch!
01:07:20: Aber ich glaube auf die Kraft von der Natur, auch im Menschen.
01:07:23: Haust du mir einen auf den Deckel, macht das Auer und liegt auf der Erde?
01:07:27: Aber meine Natur, mein Körper, meine Zellen wollen wieder aufstehen.
01:07:32: Und das muss man wissen, dass man es kann.
01:07:35: Wenn du so liest, kannst immer wieder auf stehen.
01:07:38: So
01:07:39: Wenn du an die letzte Flasche deines Lebens denkst, mit wem würdest Du sie gerne trinken und was willst Du gerne dazu kochen?
01:07:48: Oh mein Gott!
01:07:49: Was stellst Du für Fragen?
01:07:53: Dafür grüßt nur eins von mir.
01:07:58: Jetzt muss ich überlegen ist das jetzt der Loryo oder meinen Sie das Ernst?
01:08:01: Ich meine es jetzt wirklich ganz ernst weil er muss sich jetzt ganz stark nachdenken
01:08:06: Mit wem wirst Du gerne nochmal ein Trinken?
01:08:09: Eigentlich mit meiner Familie.
01:08:12: Mit meinen vier Kindern und meinen neun Enkelkindern.
01:08:16: Und wir legen mal mein Ure-Enkel solange ins Bett, weil er macht ziemlich Rapazelle.
01:08:21: Er ist nämlich Kaiser!
01:08:22: Der ist gar nicht mehr Königssohn, der ist inzwischen Kaiser geworden... ...und außerdem Chef.
01:08:27: Also der würde ein bisschen stören.
01:08:29: Der bestimmt alles?
01:08:30: Der
01:08:30: bestimmt alle sehr ja.
01:08:31: Aber
01:08:32: was wird zu kochen?
01:08:35: Hühnerfrikassi?
01:08:37: Nee.
01:08:39: Ausdann
01:08:40: Ich liebe Austern über alles.
01:08:43: Ja, ist nix.
01:08:44: Ich könnte...
01:08:44: ich möchte mal so viel Austern vor mir haben.
01:08:48: Mach doch mal!
01:08:49: So ein Abend hier an deinem Wohnzimmer-Tisch.
01:08:51: Ausstern satt.
01:08:52: Gibt's nur Austern?
01:08:53: Erzählt
01:08:54: das?!
01:08:54: Ja die Gäste!
01:08:55: Nee, was machen die nicht.
01:08:57: Du weißt, was Austern kosten?
01:08:58: Das weiß ich.
01:09:00: Wir haben hier auf dem Markt einen Austernstand wie Austern Boys.
01:09:06: Da hab' ich schon einen sehr schlechten Ruf.
01:09:08: Wenn die Oma-Liebe ihre Auftritt hat hier und da und überall, dann sind auch häufig der Stand von den Ausseingungs dabei.
01:09:16: Die wissen immer schon wer da sich anklämmt.
01:09:19: ich liebe es.
01:09:21: Am Schluss noch drei ganz kurze Fragen.
01:09:24: ein Gericht das du immer kochen könntest weil es so lecker ist Ein Geschmack den du nie vergessen willst
01:09:37: Das kannst du einen Gastronom nicht fragen.
01:09:40: Das ist eine unfaire, ganz, ganz unfaire Freude.
01:09:44: Muss ich gleich mal L'Oriori aus der Tasche holen?
01:09:47: Um zu lachen!
01:09:47: Das kannst Du nicht fragen.
01:09:49: als gastronomisch ausgerichteter Mensch hast Du so viele Geschmäcker die für die Du durchs Feuer gehen würdest, Barfuß Ich habe eben gerade gesagt letzte Mal zu ungefähr ausstand.
01:10:01: das ist aber morgen was anderes.
01:10:03: Was anderes ist klar?
01:10:04: Also insofern könnte ich nie beantworten.
01:10:07: Ich habe auch kein Lieblingsessen.
01:10:09: Das kann ich gut verstehen, ich hab' auch keinen Lieblungswein.
01:10:13: im Fragen mich auch oft Leute was dein Lieblningswein erinnert sich ständig.
01:10:18: Gibt's eine Flasche die du unbedingt noch öffnen möchtest?
01:10:22: Irgenden besonderes Getränk?
01:10:25: Ja ja das möchte ich!
01:10:28: Ich möchte die Flaschen öffne wo dann so ein Zauberer raus kommt oben.
01:10:32: Ah!
01:10:33: Sehst du hier die Flrasche?
01:10:35: Möchtest du mit Plopp?
01:10:36: ne?
01:10:36: Du weißt was da drin ist.
01:10:37: ne?
01:10:38: Mit Plopp.
01:10:39: Und dann, dass da so ein Zauberer rauskommt und mir alle meine Wünsche erfüllt.
01:10:43: Ist das ein guter Wein?
01:10:44: Das würde ich sagen!
01:10:48: Was wäre der erste Wunschstand, den er erfüllen müsste?
01:10:52: Ganz viel Geld... Ich weiß, Geld mache nicht glücklich und das Geld ist ja auch nicht für mich.
01:10:57: Ich möchte bitte ganz viel Geld und dann möchte ich das bitte unter anderem diesen obtachlosen Menschen spenden, schlafen du mal Weihnachten unter dem Busch draußen.
01:11:11: Hast keine Hygieneartikel bist eine Frau muss Angst haben vor dem nächsten Kerl.
01:11:16: mach das Mal für mich unerträglich.
01:11:20: der Gedanke
01:11:22: ist angekommen
01:11:24: okay Geld bitte
01:11:25: wenn deine Küche ein Motto hätte was stünde über deiner Tür?
01:11:31: Das kommt auch auf meinen Grabstein mein lieber.
01:11:33: oh
01:11:33: das habe ich schon bestimmt Es ist noch super da.
01:11:38: Ich lasse nie jemanden in hungrig gehen.
01:11:41: Monika, dabei belassen wir es jetzt mal bei diesem etwas besinnlichen Schloss auf haben ja nicht nur besinnlich gesprochen.
01:11:49: zum Glück die letzte Stunde.
01:11:50: vielen Dank für deine Zeit und für diesen schönen Austausch war mir entfest.
01:11:54: Danke auch für deine halbe letzte Flasche Schlähenfeuer.
01:11:58: Ich nimm noch mal den letzten Stück hier raus, den wir
01:12:02: nicht
01:12:02: vergehen
01:12:02: lassen.
01:12:02: Leider kommt da nicht der Zauberer raus jetzt?
01:12:05: Nein!
01:12:05: Mit dem Sackgeld... Da müssen wir noch mehr.
01:12:08: Ja das ist ja gut.
01:12:10: Danke jedenfalls dafür und danke auch an euch da draußen fürs Zuhören.
01:12:13: Und wie immer gilt, ihr wollt mir Feedback melden, Gäste vorschlagen oder mir eure letzten Flaschen zeigen.
01:12:18: sehr gerne auf meinem Instagram-Account.
01:12:20: Clemens unter Strich Hoffmann – die genaue Adresse findet ihr auch nochmal in den Shownotes!
01:12:25: Wenn es Euch gefallen hat, erzählt es gerne weiter und ganz wichtig abonniert den Podcast.
01:12:29: das kostet Euch nichts bringt aber was?
01:12:32: Das war's für heute.
01:12:33: Erst trinkt etwas Gutes dazu und genießt bis zur nächsten Folge.
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